Literarisches und homiletisches Beiblatt
- Journal
- Literarisches und homiletisches Beiblatt
- Volume
- I (1838)
- Issue
- 10 (15.4.1838)
- Date
- 1838-04-15
- Page
- Seite 39 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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und kabbalistische Erklärungen des Pentateuchs. Reuchlin erwähnt es im ersten -Buche über die Kabbala, und es ist Handschriftlich in der Bodleianischen, Vatikanischen und in der Pariser Orator'schen Bibliothek; die epigraphischen Beisätze der beiden letztem Handschriften zeigen, daß es 1167 in Rom vollendet wurde. — 4) Schem-Thob, handschriftlich in der Bodleianischen Bibliothek unter den Pocok'schen Handschriften 213. Es enthalt nach dem Catologe einen Anhang zum Commentar über den Prediger und Ermahnungen zu einem guten Lebenswandel. — 5) lgeret ha-Sabbat in Versen abgefaßt, in welchem bewiesen wird, daß der diesem Tage vorhergehende Abend und nicht der darauf folgende gefeiert werden muß. Es ist im Druck erschienen, und aus dem Titelbeisatze ergibt sich, daß er es 1159 in England schrieb. — 6) Chaj Ben Mekiz ein kleines poetisches Werkchen, welches Gedanken über die Seele, überBelohnungen und Strafen im künftigen Leben enthält. Es gibt davon mehre Ausga- - den, von welchen der Oppenheimsche Catalog, die Amsterdamer von 1733 anführt. Auch hat diese Bibliothek eine Handschrift davon, und eine andere zeigt!ber' Vatikanische Eatalog an, 'die Assemank als noch nie edirt betrachtete.— ' 7) Jesod-Mora handelt in 12 Abschnitten oder Kapiteln über die verschiedenen Studien der Schrift, die Tradizionen, die Gesetzvorfchriften und andere Stoffe und Wissenschaften; vorzüglich über die dabei zu beobachtende Methode. Es ist 1530 kn Konstantinopel und 1566 in Ve-' nedig gedruckt worden, ist handschriftlich in meiner, so wie in verschiedenen andern Bibliotheken vorhanden. Unsere Handschrift bemerkt, daß es'1159 in England verfaßt worden ist. (S. uns. Catologo ragionato Codex 311). Auf dem Titelblatte und in den vorangeschickten Distichen Aben Ezra's wird eS auch Aesod-'I'orft (Grundlage des Gesezzes) genannt, woraus Bartolocci merkwürdiger Weise ein. anderes Buch gemacht. Alle Bibliographen haben von der Seltenheit dieses Buches, besonders der ersten Ausgabe desselben, welche wir besitzen, vielfach gesprochen. —- 8) Sefer ha-Schein über bett S ehern lia* Moforeseit oder über ba$ Tetragr ammaton handelnd, ist handschriftlich in der Bodleianischen und Medicä'schen Bibliothek. —» 9) Sefer-Moznajim d. h. Wagschale der heiligen Sprache, eine hebräische Grammatik, gedruckt zu Venedig 1546 und in andern Städten, und ist noch handschriftlich kn de» BibhothecaAngelica zu Rom und in der unsrigen Codex 1026. Nach der Ausschrkft und den vorangehenden Reimen ist cs in Rom verfaßt..— 8a5a Berura ein -grammatisches Werk. 1530 gedruckt, und handschrfftlich bei «nS im Codex 314, der am Schlüsse besagt, daß diese Grammatik in Rom 1167 beendigt worden ist. Ich besitze auch die höchst seltene Ausgabe. 11) Sefer Zachut, ein Buch über die Buchstaben und verschiedene Theile der hebräischen Grammatik.handelnd, und davon gleichsam die Grundlage enthalt. Es ist 1546 in Venedig gedruckt, und handschriftlich in unserer Bibliothek Codex 1227, so wie in einem andern in der Vatikanischen und Engelsburgischen Bibliothek. Das Distichon, welches Aben Ezra im Eingang angebracht hat, zeigt, daß er sie im Monat Tishri 4908 (September 1145) beendete. Iahia in seinem Shakhelet (*@.41) und Rich. Simon Im Catalog der jüdischen Schriftsteller schreiben, daß er es in Rom vollendet' habe, aber sie irren hier, da Aben Ezra. selbst in der Vorrede zu 8afa-Berura bezeugt, daß er es in Mantua verfaßt habe. — 12) Sefat Jeter, welches über Grammatik handelt, und Saadja Fajurm gegen Adonim ben-Labrat vertheidigt. Von Efodi wird dieses . Buch angeführt, und ist bei mir handschriftlich Codex 314. Es ist eins von den beiden Büchern, welche Aben Ezra in Lucca verfaßte, wie er selbst in der Vorrede zu 8afa-Berura bemerkt. — (Schluß folgt.) Literarische Correspondenz. Paris, 1. Februar. Juden in China. (Schluß). Da nun nach einem chinesischen Text *9, das Jahr 770 vor d. christl. Zeitr. als das bestimmt ist, in welchem „das Reich der Mitte Verbindungen mit den acht ftemden Stämmen,von Thiantcho begonnen," (Thian-tcho bezeichnet Kaschemir, Indien, Per«, sien und Syrien,) so ergibt sich daraus der Zeitraum, in welchem wir die Juden in China zu suchen .hätten, und kommen zu der. Gewißheit, daß die chinesischen Juden von den 10 Stämmen herrühren, von denen einzelne Gruppen in die fernsten Gegenden gedrungen, also auch nach China **). Was aber das Hauptthema des VerfafferS ist, er will Nachweisen, daß in den chinesischen Autoren sich deutliche Spuren der Kenntniß der Schriften des A T. vorsinden. Scharfsinnig stellt er ass begründende Sätze hicfür auf: erstens, daß bekanntlich Jr«- den in China zu den ersten militairischen Chargen, zu Statthal- ®) Morrisson, Niew of China p, Hl» An«, d. Corresp. •*) Jndeß könnten sie eben so gut von den beiden anderen Stäm. men die nach Babylonien versetzt wurden, herstauunen. D. Redaet.