Literarisches und homiletisches Beiblatt
- Journal
- Literarisches und homiletisches Beiblatt
- Volume
- I (1838)
- Issue
- 10 (15.4.1838)
- Date
- 1838-04-15
- Page
- Seite 38 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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58 3) Kürbiß talm. TWh*] Cucurbita Pepo). Es wurden mehre Arten und Spielarten dieses Gewächses (der ägyptische, griechische, wahrscheinlich C. lagenaria, [ber 71X10*") n Kilajim 1, 2 d. k., der Kürbiß, welchem man durch heiße Asche seine Bitterkeit nahm) auf eigenen, gut gedüngten und umgegrabnen Feldern (Schebiit 2, 1 u. 2) gebaut'und sowol zur Speise (Schebiit 2', 10) als zu Viehfuttet benutzt. Zu dem Samen ließ man einzelne stehen (ebend.). - (Fortsetzung folgt.) Lebensurnrisfe. Proben aus dem Dizionario storico von De- Rossi, übersetzt von Dr. K. Hamb erg er. (Fortsetzung). Nach den beiden andern Meinungen wäre er zu jener Zeit jünger gewesen, aber am jüngsten, und daher am unwahrscheinlichsten, nemlich 26 Jahr alt, laßt ihn derjenige sein, wonach er 1194 gestorben wäre., Von seinem Todesjahr hängt auch die Bestimmung seines Geburtsjahres ab; wenn man für das erstere 1168 annimmt, so muß letzteres 1093 gesetzt werden. Was dm Ort, wo er gestorben sein soll', betrifft, so ist er nach einigen auf Rhodus; denn der Vatikan'scke Codex 78 berichtet'von zwei Grabschriften, die sich auf seinem Grabmal dieser Insel befinden sollen, aber sie enthalten weder Jahr noch Name. Seine Werke sind: 1) wissenschaftliche und vortreffliche Commentare über die ganze heilige Schrift, die sowol besonders, als in der Venetianischen, Baseler und Amsterdamer großen Bibel gedruckt sind. Sein erster Commentar, der zum Druck gelangte, ist der zu Esther, oder in die Megilla, welcher 1482 zu Bologna herausgekommen; diesem folgte der 1488 in Neapel gedruckte Commentar zum Pentateuch. Beide sind kn unserm Besitze, auch sind sie in unsern Annalen erläutert worden. Nicht wenige schriftliche Codices, von diesen Commentaren sind in den verschiedenen Bibliotheken Europa's zerstreut. Unsere Bibliothek besitzt einen reichen Vorrath derselben, so wie auch von allen andem Werken dieses sehr gelehrten Mannes. Blos von den biblischen Commentaren befinden sich darunter 24. Mehre Stücke dieses Commentars sind von verschiedenen Autoren in . das Lateinische übersetzt worden, so z.B. übersetzten Münster, Lepusculus, Mercerus den Commentar der zehn Gebote; Mercerus noch den zu den ersten 5 kleinen Propheten; Genebrard zu Joel und zu dem Hohen Lied;' Leusden und Pontac zu Obadja und Jona; Lund de» zu Nahum, Habakuk, Zefrania, Hagg ai und Malachi; Abicht, den zuHaggak; Giggeus den zu Sprichwörter; Fag ius die ersten 12Psalmen,' Pellikan den zu Jesaja. Alle diese Uebersetzungen sind gedruckt, mit Ausnahme der Letztem, welche sich handschriftlich in der Bibliothek zu Basel befindet. Auch haben ihn viele andere commentirt. Unser Autor hatte diejenige Erklärungsmethode -angenommen, nach welcher mit besonderer Genauigkeit die eigentliche Bedeutung der Ausdrücke zu erforschen, und der heilige Text io wörtlich als möglich zu entwickeln; gesucht wird. -Diese Methode befolgte er treu; daher seine Commentare sehr wissenschaftlich, geistreich, gelehrt, aber auch zuweilen zu gedrängt und dunkel sind. Man findet daher auch bei ihm neue Aussprüche,- so wie ekgenthümliche und gewagte Auslegungen, die einige jüdische Gelehrte für Zusatze seiner Schüler halten. Dieser Meinung, war Rafael Askenasi und mit ihm einige italienische Rabbinen, wie Binjamin Espinoza in der Vorrede seines Commentars zu denjenigen unseres Autors über die Propheten und Lagiographen; später Azulai in dem zu Livorno neu aufgelegten Waad la-Chechamim. Dennoch war Alles von den übrigen jüdischen und christlichen Gelehrten als ganz von ihm selbst herstammend angesehen. Eine Anmerkung in Versen, die Aben Ezra, am Schlüsse des zweiten Buch Mose hinzusetzte, bezeigt, daß er den Commentar dieses Buches 1153 verfaßte, und eine andere nach dem Vatikanschen Codex 39, daß er den ganzen Pentateuch 1167 commentirte. , Eine dritte Bemerkung ist in dem Commentav zu den kleinen Propheten; sie lautet dahin, daß dieser im Anfänge des Monats Thebet 4917 (Dec. 1167) zu Rhodus geschrieben ist. Den Daniel commentirte er, wie am Schlüsse bemerkt ist, kn . derselben Stadt, im Monat Marcheschwan (October) des erwähnten Jahres, und viel früher, nemlich gegen Ende des Jahres 1140, den Kohelet. Aus d^n Vorgesetzten Verse» zu dem Buche Hiob geht hervor, daß er in Rom dasselbe commentirte. In der Vorrede zum Pentateuch schreibt er über die verschiedenen Arten der Auslegung der Bibel, und gibt dabei nützliche hermeneutische Regeln, und die geistreichsten Urtheile über die von den Auslegern beobachteten. besonder» Systeme, welche Voistn in das Lateinische übersetzte, und mit dem von ihm verfaßten in Paris 1635 gedrucktem Buche de anima verband. Auch Richard Simon hat diese Vorrede in seiner kritischen Geschichte des A. T. fol. 373 mitgetheilt und erläutert. 2) Ein Commentar zu den kleinen Propheten, gesammelt und niedergeschrieben aus dem Munde Aben Esra's. Er ist verschieden von dem gedrucktert und befindet sich in meiner Bibliothek Codex 470. (S. unsern Catologo ragionalo. — 3) Sodot ha-Tora, theosophische