Literarisches und homiletisches Beiblatt
- Journal
- Literarisches und homiletisches Beiblatt
- Volume
- I (1838)
- Issue
- 6 (3.3.1838)
- Date
- 1838-03-03
- Page
- Seite 22 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 83% known words query
- IRI
…/8366961-8376900-8366977--025-8366979- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Homer 2× ep/1025156
OCR text
22 zehn Männer den Jsmael, sie nicht zu tobten, denn sie Hattert» W^en . Und Porstes Oe( uyd, Honig im Felde der-. botfafc ÄtdllH^bejHreib't^Jesäija (16, 25),^ wie der' fleißige Landmann den Waizen in der Reihe, die Gerste auf, ein bezeichnetes, abgestecktes Feld pflanzet (davon weiter unten). - Auch bei den Griechen wurde die Gerste früh gebaut, und Plinius sagt von ihr (Hist. nat. XVIII, 7): Antiquissimmn in ]cibis hordeum, sicut Atheniensium ritu Menandro auctore apparet et gladiatormn cögnömine, qui hordearii vocabuntur. Sie wurde viel als Pferdefutter gebraucht. So liefern Salamo's Landvögte Gerste und Stroh für die Pferde und Rosse (1 Kön. 5, 8), in der Mischna (Pesachim 3, 2) sagt Zochanan:. „die Gerste ist schön geworden," man antwortete ihm: „melde dies , den Pferden, und Eseln." Vergl. Homer. 0chv88. 4, 604. Plin. 18, 14. Nur in den frühesten Zeiten wurde sie als gewöhnliches Nahrungsmittel der Menschen gebraucht, sie wurde als vile hordeum dem Waizen sehr nachgesetzt) spater war das Gerstenbrot nur Nahrungsmittel der untern Klassen; Wohlhabende verschmähten es und aßen es nur in großer Hungersnoth. So bringt (2 K. 4, 42) ein Mann aus Baalschalischa dem Mann Gottes 20 Gerstenbrote, so kommt der Knabe (Ioh. 6, 9 13) mit fünf Gerstenbroten, so wird dem. Ezechiel (4, 12) geheißen: „Gerstenkuchen sollst, du essen, der vor ihren Augen an Menschenmift gebacken ist." Daher hat (Num. 5, 15) die des Ehebruchs verdächtige Frau ein Speiseopfer aus Epfa Gerstenmehl ohne Oel und Weihrauch darzubringen, und Philo bemerkt hierzu (II 307), daß dies ein Symbol sei, nach welchem, wie die Gerste nur Nahrung des Viehes und unglücklicher Menschen ist (*ai dloyoig £a>oig xet< arvyjoiv äv&QUfnoig) die Frau dieser Art nicht von Thieren diffsrire (oödev fyrßlwv diutptQuy), , mit den Worten des Talmud (Sot. 2, 1) NW.Y DltJS) npna Spno rrapp npnä",,»^ ihre Thar die die That eines Viehes ist, so ihr Opfer die Speise des Viehes." So war es bei den Römern Militärstrafe, wenn den Soldaten ein Demensum Gerste statt Waizen zu Brod gegeben wurde. Cie. 27, 13*); Dio Cass. 44, 27. Das Gerstenbrod wurde übrigens'für sehr gesund gehalten, Plin. 22, 69; Homer nennt das geröstete Gerstenmehl {alfpaa) das Mark her Männer (uviXbv uvSqwv). Es wurde mit Wasser oder einer andern Flüssigkeit zum Genüsse zubereitet, mit Honig oder eingekochtem Most wurde es fxd^a. Als daraus, durch Zuthat von Gewürzen ein leckeres, Gericht zubereitet wurde, so wurde der Name in fxaxxva verwandelt, woher °) Cohortibus, qnae signa amiserarit, hordeum dar! jussit. stach Dodonäus (stirp. pemptad 603), der Massepanes, Marzipan seinen Narsten erhalten hat/). ' . - 3) Der- Dinkel, Sp/lt NÄD? gr.;#« **•), Tri. ticum Spelta ‘L. Es ist dies eine Getreideart mit vierblumigem, abgestumpftem Kelch, Zwitterblüthen, an denen kleine Grannen festsitzen, von glatten, gleichsam geschornen schlanken Aehren (oto abscheren), deren Körner in den Hülsen so festsi'tzen, daß sie durch besondere Vorrichtungen von letztem befreiet werden müssen. Vom gemeinen Waizen unterscheidet sich diese Getreideart durch niedrigere Halme, durch kürzere, gelblich grüne Blatter, durch die etwas zusammengedrückte Aehre, durch die kahle Spindel, durch abgespitzte Kelchspelzen, durch kurze oder gar nicht-begrannte Kronspelzen, und durch die unfruchtbare Blüthe, die immer grannenlos ist. Sie wächst etwa so hoch wie Gerste und. wird im Süden Europä's, so wie in Aegypten (Plin. 18, 19) gebaut, aber auch in Deutschland. In Palästina wurde sie sehr häufig und in verschiedenen Spielarten gebaut. Der Dinkel liebt gut gearbeiteten und gedüngten kalkigen Thonboden. Nach Herodot war er den Aegyptiern die einzige Getreideart; diesem widerspricht die Bibel (Exod.9, 32), wo er neben andern Getreidearten und zwar spatreifend genannt wird. — Jes. 28, 25: inTQ2 (es setzt der Landmann). „den Spelt an seiner Einfassung. S. Gesen. Comment. z. dies. Stelle. Auch bei uns (in der Altmark) wird Spelt an dem Ackerrande um anderes Getreide zur Einfassung gepflanzt. Ezech. 4, 9 kommt auch der Spelt in den Pumpernikel. Das Mehl ist feiner und weißer als Waizenmehl (in Deutschland das frankfurter und nürnberger, wo es zu Confituren, Stärke gebraucht wird), allein das Brot davon ist trocken und wird schnell hart, ist. auch weniger nahrhaft (vlosoor. 2, III). Als Pferdefutter ist er besser als Hafer. Im Talmud kommt er häufig wor (PPÖTD), bei den Römern hatte er den Namen far oder adoreum. Vergl. Link, Abth. d. Berl. Ak. 1816. 17. S. 131. 4) der Moorhirse, Ezech. 4, 9. Holen» dochna, auch Durra genannt, deren schilfartiger Stengel einen Zoll dick unb acht bis zehn Fuß hoch wachst. Der Büschel, der die Körner trägt, ist viel größer als an der in Deutschland gewöhnlichen Hirse , der Kelch ist zweispelzig, meist zweiblüthig, die Körner sind länglich rund, zusammengedrückt, braun, dem Reiskorn ähnlich. Die Durra blüht in Aegypten Anfangs November, häufiger wird sie in Ara- .*) Die Mazo der Hebräer wurde aber auS Waizenmehl bereitet. «") Die LXX haben Jes. 28, 25 £««, sonst Uvqk, waS synonym ist.