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Literarisches und homiletisches Beiblatt · 1838-03-03 · 6 (3.3.1838) · p. Seite 21

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Journal
Literarisches und homiletisches Beiblatt
Volume
I (1838)
Issue
6 (3.3.1838)
Date
1838-03-03
Page
Seite 21 (sequence 1)
Language
German
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I. Jahrgang. £ { t t X <1 l t f (|) C $ ^o. «. h o Mi! e t i sch es B e i b l a t t. Leipzig, den 3. März 1838. Archäologie. Ueber die Landwirthschaft der Hebräer von Br. med. P. Philippfon. (Fo rtsetzung.) Die Ländereien wurden von den Hebräern in Joche lat. .j'itznm) abgetheilt; ein Joch umfaßte ein Stück Land, welches man mit einem Paar Ochsen in einem Tage umpstügen kann. So wird I Sam 14, 14 von einem NPio pm, Jes. 5, 10 von zehn 0"J3 IDä gesprochen. ' s Unter den Gewachsen wurden nun folgende angebaut: I. Getreide arten, eereali«. Das Getreide führt in der Bibel mehre Namen: 1H7 in Bezug auf Aussaat, nDpT das auf dem Halm stehende Getreide, P2 das gereinigte, im Speicher sich befindende, in Bezug auf das Ausdreschen in der Tenne, “DtLj in Bezug auf das Zermalmen in der Mühle, in Bezug auf seine Vermehrung, außerdem TQy- Jos. 5, 11 12. Die Hebräer baueten Warzen, Gerste, Spelt, drei Getreidearten, welche überhaupt im hohen Alterthum am frühesten cultkvirt worden. Die Talmudisten erwähnen (aus spaterer Zeit) noch mehre andere Cerealien, deren Bestimmung, wie wir weiter unten sehen werden, noch zweifelhaft ist. Eben so laßt sich keineswegs annehmen, daß schon des Reises (orvza) in der.Bibel erwähnt wird, wie I. D. Michaelis NPlilZ Jes. 28, 25 erklärt, da die wahre Bedeutung dieses Wortes (f. unten) eine ganz andere ist/ Auch im Homer werden obige drei Getreidearten öfters zusammengenannt, z. B. Odyss. 4, 604: Du beherrschest ein weites Gebiet, in welchem viel Lotus, CyperuS Waizen, Dinkel und breitstaudende Gerste. 1) Der Waizen fi!2P1 gr. nvQog, triticum sativum. Der Anbau dieses Getreides verliert sich im grauen Alter-, thum. Wie wichtig er den Griechen war, beweist der Umstand, daß sie ihn geradezu ouag Speise nannten. Rüben findet zur Waizenernte die Alraun für seine Mutter (Gn. 30, 14); von dem Hagelschlag in Aegypten werden Walzen und 'Spelt nicht getroffen, denn sie sind spatzeitig (Exod. 9, 32). Dem Hiram gibt Salomo jährlich 20,000 Kor Waizen; dem Propheten Ezechiel wird der Befehl (Ezech. 4, 9), sich eine Art westphalkschen Pumpernikels aus mehren Getreidearten, besonders Waizen zu machen; „und du, nimm .dir Waizen, Gerste, Bohnen, Linsen, Meerhirsen und Dinkel, thue sie in ein Gefäß und mache sie dir zu Brod" u. s. w. .War das Waizenmehl sehr fein, so wurde eS Pi*70 genannt (gr. at(.adahg) t>a$ gröbere hieß NDp.^), doch wird dies auch im Allgemeinen für Mehl genommen (Genes. 18, 6). So brauchte Salomo täglich dreißig Kor feines (n^v) und sechzig.Kor gemeines Mehl (n'üp) 1 Kön. 5, 2. 2) Gerste, i’lSjJtEJ, gr. XQt9-tf, hordeura vulgare. Es wurden mehre' Arten, am meisten die sechszeilige hoiv deum hexastichon im Alterthume gebaut, welche letztere durch ihre dicken Aeh'ren und starken Halme ausgezeichnet ist und bei den Griechen (Hippokrates, Galen, Theophrast) als achilleische Gerste vorkommt **). Die ältesten Völker kannten sie schon. So die Aegypter (Exod. 9, 31): Gerste und Flachs wurden vom Hagel geschlagen, denn sie sind frühzeitig. Auch bei den Hebräern, denn die Schätzung wurde nach Gerstenaüssaat, den ChoMer zu 50 Schekel gerechnet (Lev. 27, 16); sie wird unter den schätzbaren Produkten Palästinas neben Waizen, Wein ü. a. gerechnet (Deut. 8, 8); Ruth sammelt sich auf dem Felde des Boas ein Efa Gerste (Ruth 2, 17); Abfalom läßt das Gerstenfeld des Joab in Brand stecken. (2 Sam. 14> 30); Salomon bestimmt den lyrischen Arbeitern beim Tempelbau 20,000 Kor Waizen., eben so viel an Gerste und 20,000 Bat Wein (2 Chron. 2, .9); Joel ruft (1, II): „Jammert Landbewohner über Waizen und Gerste, denn die Ernte des Feldes ist vernichtet." Beim Jeremias (41, 8) bitten die °)So war das griechische y.otfivov ein grob geschrotneö Mehl, aus Waizen, Dinkel und Gerste. •*) Ueber die den Alten bekannte Arten Gerste, s. Link in Abh. der physik. Klaffe der K. Akad. d. Wiffensch. 1816. 17 Seck. ,S. 133 ff. -

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