Bar Kochba
- Journal
- Bar Kochba
- Volume
- 1928
- Issue
- November 1928
- Date
- 1928-11-01
- Page
- Seite 56 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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56 Eine derart schwierige Aufgabe kann nur dann gelöst werden, wenn alle Zionisten und alle zionistischen Sonderorganisationen durch die stärkste Aktivität diese Absicht des Direktoriums der Frankfurter Zionistischen Vereinigung unterstützen. Wir wollen den breiten jüdischen Massen zu Bewußtsein bringen, daß die Zionistische Organisation auch für die jüdischen Nöte des Tages Verständnis hat, daß es demgemäß dem eigenen Interesse entspricht, sich der Zionistischen Organisation anzuschließen. Die wachsende Bedeutung der antijüdischen Strömung in der Welt, macht eine Stellungnahme zu dem Problem „Die Not des jüdischen Volkes" aktuell. Aus diesem Grunde wird im Monat Januar, zu einem Termin, der noch näher bekanntgegeben wird, eine Zionistische Woche die sich mit dem Problem „Antisemitismus und Zionismus" beschäftigen wird, stattfinden. Wir wollen damit gleichzeitig zum Ausdruck bringen, daß wir nach wie vor den Anspruch auf Suprematie innerhalb der jüdischen Welt vor allen anderen jüdischen Organisationen beanspruchen und gleichzeitig einer größeren Oeffentlichkeit unsere Vorstellung zur Lösung dieser Frage bekanntgeben. Es sind 4 Veranstaltungen innerhalb einer Frist von 10 Tagen geplant. 1. Aufführung des neuesten Palästinafilms, veranstaltet durch den K. K. L. 2. Eine akademische Veranstaltung in einem der größten Säle Frankfurts über „Die tieferen Ursachen des Judenhasses." 3. Ein großes Turn- und Sportfest, organisiert durch den Bar Kochba. 4. Eine politische Massenkundgebung mit der Tagesordnung „Das jüdische Volk und seine Gegner". Diese Veranstaltungen werden im größten Stile vorbereitet werden und sich an die breiteste jüdische ZEIL / ECKE SCHÄFERGASSE Inhaber: Martin Mayersohn 0081 Schirme, Spazierstöcke in reicher Auswahl M und sämtliche Ausrüstungsstücke in nur sportgerecht. Ausführung. Fachmännisdier Rat und Aufklärung in allen Fragen. Ausführung sämtl. Reparaturen in eigener Werkstatt. Ski- Zimmeraniaiiiii Frankfurt a. M. Telefon'Hansa 2188 Töngesgasse 10 Hof rechts Oeffentlichkeit wenden. Es muß zum Gelingen einer derart neuartigen Veranstaltung nochmals darauf hingewiesen werden, daß nur durch die vollständige Mitarbeit aller Zionisten Groß-Frankfurts diese Aktion einen durchschlagenden Erfolg haben kann. Die Propaganda wird in stärkster Form unsererseits hierfür eingesetzt werden. Die Idee dieser Veranstaltung wird in der Aufzeigung der tieferen geistigen Ursache des Antisemitismus bestehen. Gleichzeitig soll durch die Aufführung des Palästinafilms auf das hingewiesen werden, was die zionistische Bewegung bisher schon zur Ueberwindung des Antisemitismus geleistet hat. Durch das große Turn- und Sportfest soll gezeigt werden, daß die Behauptung der physischen Unterlegenheit des jüdischen Volkes nichts anderes als ein Märchen ist. Als Höhepunkt dieser „Zionistischen Tage" ist die politische Massenkundgebung gedacht, in der wir zum ersten Mal zu den verschiedenen antijüdischen Strömungen „Klagemauer, Friedhofsschändungen" Stellung nehmen werden. Die „Zionistische Woche" ist gleichzeitig die Werbewoche der Zionistischen Organisation. Unter der Devise der Verdoppelungder Mitgliederzahl unserer Organisation, wird jeder einzelne organisierte Zionist sich verpflichten müssen, mindestens einen neuen Zionisten organisatorisch der Zionistischen Bewegung anzuschließen. Für all diese Veranstaltungen sind prominente zionistische Führer in Aussicht genommen, die teilweise ihre Mitarbeit zugesagt haben. Nähere Bekanntmachungen werden noch folgen. Es wird zwischenzeitlich gebeten, auf diese Veranstaltung in der Oeffentlichkeit aufmerksam zu machen und im Freundes¬ und Bekanntenkreise zu werben. Frankfurter Zion. Vereinigung: Dr. Arnsberg, Dr. Miliner, Dr. Rosenblatt. Hebräische Kulturwoche Frankfurt a. M., vom 3.-5. Dezember 1928, Die Ueberlastung mit Problemen und der Druck des Alltags haben dazu geführt, daß stärker vielleicht als dies in früheren Jahren der Fall war, die Sehnsucht nach fundiertem und materialerfülltem Wi s - s e n insbesondere junge Menschen erfaßt hat. Wissen allein gibt einmal eine Möglichkeit der Beruhigung und andererseits Grundlage für Diskussionen. Auch innerhalb der zionistischen Bewegung hat sich diese Tendenz in den letzten Jahren zu unserer aller Vorteil durchgesetzt. Die „Hebräische Kulturwoche" nun gibt die Gelegenheit, unser Wissen in der neuhebräischen Literatur zu vertiefen bezw. es überhaupt zu vermitteln. Wenn, wie in diesem Falle,