Bar Kochba
- Journal
- Bar Kochba
- Volume
- 1928
- Issue
- Oktober 1928
- Date
- 1928-10-01
- Page
- Seite 41 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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41 angeführten ist, noch besonderer Betonung. Es ist die der jüdischen „Kaffeehaussportler". Würde ihr Sport darin bestellen, einen Rekord im Kaffeetrinken aufzustellen, müßte man sie gewähren lassen, es wäre immerhin eine aktive Tätigkeit. Aber sie sind es, die täglich die grellfarbigen Sportzeitungen in allen Kaffeehäusern immer wieder und wieder durchkauen, sie sind es, die die Resultate aller Fußball vereine aufs beste im Kopfe haben. Aus ihnen rekrutiert sich das nach Tausenden zählende Kontingent der Zuschauer bei den Fußballspielen Sonntag für Sonntag. Mit der ihnen gegebenen jüdischen Leidenschaft und unbezähmbarem Fanatismus stürzen sie gegeneinander, wenn es gilt, im Wortgefecht die Lieblingsfußballkanonen ihrer Scheinamateurvereine auf die sie wechselseitig, je nach deren Erfolg oder Mißerfolg eingeschworen sind, auf ihre Leistungsfähigkeit hin zu verteidigen. Ich beklage nicht das brachliegende Material, das ja noch selbst aktiv sportlich zu erziehen wäre, ich beklage auch nicht die in unserem Sinne nutzlos verbrauchte Leidenschaft, die, käme sie der jüdischen Sportbeweung zu Oute, ihr die notwendige Rückenstärkung geben könnte; ganz abgesehen von den Unsummen von Geldern, die überreichlich genug wären, den mit allen Schwierigkeiten kämpfenden jüdischen Vereinen Geräte, Sportplätze etc. zu verschaffen. Ich beklage nur die gegnerische Einstellung dieser Fußballanhänger allen jüdischen Vereinen gegenüber, gleichgültig, ob sie R. J. F., Hakoah oder Bar Kochba heißen. Wären sie nur lässig, würde ich geschwiegen haben. Sie aber verhetzen die Jugend. In ihrer getrübten Auffassung des Sportes, der für sie nur eine Kunstbetätigung bedeutet, für die jüdischen Vereine aber die Erziehung jedes einzelnen der ihnen anvertrauten Menschen zu einer bestimmten körperlichen Tüchtigkeit, raten sie der Jugend ab, sich jüdischen Vereinen anzuschließen. Sie motivieren ihre Einstelluno: damit, daß jüdische Vereine doch niemals den dominiennden Fußballvereinen den Rang ablaufen könnten, und daß es viel mehr Ehre bedeuten würde, in einem berühmten Verein Mitglied zu sein. Und die Jugend, deren Herz viel mehr zu dem jüdischen Freunde hindrängt, wird berauscht durch die marktschreierische Reklame der Scheinamateurvereine und durch die Propaganda, die diese jüdischen Nichtsportier für sie machen. In diesen sieht die jüdische Sportbewegung ihren größten Feind und hier kann nur die vereinte Kraft aller Organisationen rettend eingreifen. Haben sie sich durch ihre sportliche Erfolge in der nichtjüdischen Welt bereits Achtung und Anerkennung erworben, dann wird es auch gelingen, die Feinde im eigenen Lager von der Notwendigkeit ihrer Arbeit zu überzeugen. Dazu bedarf es aber nicht nur der äußerlichen sportlichen Erfolge, sondern innerer Stärke. Deshalb muß sich die jüdische Sportbewegung (einschließlich der Makkabim, die in den letzten Jahren berauscht von Sieg und Siegen einen falschen Kanonenkult und falsche Zuzugpropaganda treiben) hüten, geistloser, wesenloser Sport zu sein. Sport um des Sportes willen ist Götzendienst. Die jüdischen Sportvereine müssen Sport um ihrer selbst willen treiben, in harmonischer Verbrüderung mit den jüdischen Aufgaben, dies ist auch ein Dienst, aber ein Dienst am jüdischen Volk. TISCHTENMIS-SPBELE Deutsche und englische Fabrikate sämtliche s^Z u b e h ö r MORITZ WAGNER 00% Frankfurt a. M. - Kaiserstraße 21 Dampfwasch-Anstalt „Ideal" E. Och Nachf. Inh. E. Gerlach Tel. II. 1769 gegr. 1690 Seilersir. 24 HaushaltiHios-, (tan-, Damen- und Oeschäftswäsche Spezialität: Stärkwäsche - Wäsche nach Gewicht - ünrdinen- Spannerei Orofje Rasenbleiche 0022 PELZE in guten Qualitäten und bester Kürschnerarbeit Mitglieder der Bar Kochba Preisermäßignng B. ROSENBLUM & CO. BIEBERGASSE 2 / Laden und I.Stock Räumungs-Ausverkauf il Är wegen Velegung unserer Geschäftsräume ,n0 cft0 k + naJoßltetr.21 Preise mit100/obis500/0 Rabatt S Marken-Artikel III § ausgenommen ||| MOOK&SCHÖNDUBE Steinweg 7 Herren-Hemden feinste Tricolinc und Popeline 0037 mit Seidenglanz, beste Maßarbeit RMk. lO-- David & Meyer, Goethestrake 18 Klub- Möbel direkt du Private zu Fabrikpreisen kaufen Sie vorteilhaft im führenden Spezialhaus 1 Sitzmöbelindustrie Dagobert David Friedensstraße 2 i. (dm Schauspielhaus) Mt 11M11111111JI i 111M1111111MIM1111J11 < M1111111M M M11M1111111 i 111111 j i 1.11111 p IM111J11111 i 1111111 ^^^J^^M I ^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^M B Fischkauf ist Vertrauensache! Stets frisch und in bester Qualität Fisch-Löh Zeil No. 16 Hansa 8213 Lieferung frei Haus oois Hotels u. Restaurateure Vorzugspietse t Zerbrochene Fensterscheiben repariert! CLEMENS KAHN Telefon Hansa 8270 und Taunus 217-218