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Bar Kochba · 1928-09-01 · September 1928 · p. Seite 18

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Bar Kochba
Volume
1928
Issue
September 1928
Date
1928-09-01
Page
Seite 18 (sequence 3)
Language
German
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18 ist der Abend zu Ende. Alles eilt nach Hause, denn morgen ist der Tag der Wettkämpfe. Nur die Delegierten treten noch zu einer kurzen Sitzung zusammen. Die einzelnen Kommissionen werden gebildet. Sonntag früh beginnen um 9 Uhr die Leiciitathletik-Wettkämpfe auf einem sich in guter Verfassung befindlichen Sportplatz — Lutz muß gleich zum 100 m Lauf antreten. Leicht gewinnt er seinen Vorlauf - - ebenso den Zwischenlauf. Schüller ist nicht bei der Sache. Ein Fehlstart — dann bleibt er ,.sitzen'* und kann trotz schönen Laufes den am Start verlorenen Boden nicht mehr aufholen. Silbermann kommt dann wieder in den Zwischenlauf, in dem er geschlagen wird. Inzwischen hat Erwin schon mit seinem ersten Speerwurf sich den ersten Sieg des Tages geholt. Die Weite war nicht hervorragend — aber sie genügte. Die Morgenkälte hinderte jeden Werfer, sein Bestes zu zeigen. Unsere Grete gewinnt „natürlich"' spielend Vor- und Zwischenlauf; „nebenbei" erringt sie den 1. Sieg im Weitsprung. Dann tritt Katz zum Meiste: Schafts 100 m Vor- und Zwischenlauf an — und überrascht uns alle. Als erster des Vorlaufes und zweiter des Zwischenlaufes kommt er in die Entscheidung. Seine Zeit war 11,4 Sek. Ein schöner Erfolg! Maggi. der die weite Fahrt allein machte, kämpft sich ebenfalls zur 100 m-Entscheidung durch: im Kugelstoßen wird er 3. Sieger. Erwin bringt es im Diskusweilen auf den 5. Platz. Bei einer Konkurrenz hofften wir alle auf einen weiteren sicheren Sieg. Im Kugelstoßen für Frauen trat ja Grete an. Sie warf doch immer sicher zwischen 9,50—10 m. Aber es sollte anders kommen. Nach den ersten drei Würfen liegt Grete an 4. Stelle, sie war nicht über 9 m gekommen!! 9.20 m war der beste Wurf einer Hamburgerin. Was war mit unserer Grete los? Nervös? Erwin bemüht sich um sie und gibt schnell noch einige Ratschläge. Die Entscheidungswürfe kommen. Die Hamburgerin verbessert auf 9.30 m. Grete's 4. W urf geht nur auf 9.04. Gesehlagen? Noch nicht. Mit dem 5. Wurf schallt sie 9.36 m. Sieg — wenn auch knapp. Die Vorkampfe haben sieh so lange hingezogen, daß wir zum „Einmarsch der Teilnehmer" zu spät kommen. Wir müssen zusehen. Dann beginnen die Hauptkämpfe, an denen tausend oder auch mehr Zuschauer lebhaften Anteil nehmen. Lutz, der sich beim Weitsprung eine Fußverletzung zugezogen hat, tritt zum 100 m Endlauf an. Kampf bis zum Ziel. Lutz ist knapp geschlagen. „Nur" Zweiter. Maggi ist nicht mehr der Alte, er kämpft nicht mehr. In seinem Endlauf über 100 m liegen alle in einer Linie bis ins Ziel, da stoppt Maggi seinen Lauf ab! Bei 100 m aufgegeben! Erwin, der alles mitmacht, bringt es im Hochsprung auf den 4. Platz. Gesprungen wurde sehr schlecht, denn der Anlauf ging quer über die Aschenbahn. Zwischen den Sprüngen Aufruf zur 100 m Frauenentscheidung! Grete geht an den Start und gewinnt leicht. Ihr 3. Sieg. Dann kommt der Höhepunkt der Wettkämpfe. Endlauf der 100 m Meisterschaft. Am Start 5 Berliner, ein Prager und unser Katz. Alle stehen schon an ihren Bahnen, da kommt ein Telegramm aus Frankfurt. Das muß unser Kätzchen noch hören. „Hedad, Tempo — Herbert. Floh! Startkommando — Fehlstart und nochmals Fehlstart. Dann geht's los. — 10,8 Sek. für den Sieger Lewin! Unser Katz an 5. Stelle — Bravo! In den Staffeln können wir leider nicht „mitsprechen", da wir acht Frankfurter keine große Auswahl bei der Aufstellung haben. Unsere 4X100 m Jugendstaffel erreichte mit Schüller, Silbermann, Strauß. Lutz den 3. Sieg, die flerren-Schwedenstaffel mit Grünewald, Katz, Maggi, Lutz kommt als vierte Mannschaft von 6 Gestarteten ein. obwohl Katz durch seinen glänzenden 300 m Lauf an 3. Stelle lag. Nur die Grete gewinnt die 4X100 m Staffel — für I lamburg, deren Schlußläuferin sie war. Im Vorlauf erhält sie mit 10 m Rückstand den Stab — im Ziel hat sie gewonnen! Alles jubelt ihr zu — wenn sie nicht schon durch ihre 3 ersten Siege der „Liebling aller" war. so jetzt nach ihrem schönen Lauf. Auch der Endlauf wird gewonnen für Hamburg außer Konkurrenz. Wir Frankfurter dürfen mit unseren Erfolgen zufrieden sein. 8 ...Mann" — 4 erste Siege und mehrere 2. und 3. Prismenglas Müller Spezial 6x24 8x24 55.- Feldstecher von 12.-an O p e r n g I ä s e r von 5. - an sowie alle optischen flptiliel preiswert Optiker Müller Elsasses __ _ „ ... Tel. Hansa 8701 Gegründet 1900 - Goldmedaille 1906 Lieferant der Krankenkassen „Geprüfte Fachleute bedienen Sie" Kaiserstraße 2 Tel. Hansa 2527

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