Bar Kochba
- Journal
- Bar Kochba
- Volume
- 1928
- Issue
- September 1928
- Date
- 1928-09-01
- Page
- [Seite] (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/8263477-8630886-8630891--027-8263499- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
R KOCHBA Offizielles Organ des jüdischen TunniLportverems Kar Koch ba e.V.frankfurka.E. 8kpidr. 1928 Anschrift für Anzeigen: LUMARGO-VERLAG Hansa 7679, Postsch.-Kto. 24685, Kronprinzenstr. 6 Anschrift der Redaktion: FRANZ EHRMANN, TiSChri Leerbachstraße 72, Telefon Zeppelin 54832 5689 I N H Ä L T: Die Fahrt zum Turntag. 17 Frauenbezirkssportfest . Seite 26 Sportfest der jüdischen Jugend . . ■ ,» 19 Fair play!. Stadtstaffel rund um die Anlagen . yy 23 Aus dem Verein .... Wie man Sportaufnahmen macht . yy 23 Termin Kalender . . . . 30 Die IX. Olympiade und was wir von ihr Bezirkstagung .... . .. 31 lernen können . . „ 24 usw. Die Fahrt zum Turntag. Beinahe wäre sie nicht zustandegekommen. Erst in letzter Stunde finden sich 8 Unentwegte, die alle Schwierigkeiten überwinden. Glücklich stehen Donnerstag früh 7 Jungens und ein „ganzes“ Mädel am Zug nach Breslau. Die lange Fahrt beginnt — aber sie ist kurzweilig. Unser Reisegrammophon — Liedei- — und nicht zuletzt wohlgefüllte Frühstückskoffer lassen die Stunden schnell vergehen. Erst in Leipzig haben wir einige Stunden Aufenthalt. Wir bummeln durch die Messestadt und lassen uns „beeindrucken“. Leipziger Bar Kochbaner sind die ersten rurnbriider, die „wir begrüßen können. Gemeinsam treten wir die Nachtfahrt an. — Schon jetzt beginnen die ersten Vorkämpfe des Sportfestes! Ein Jugendlicher „soll“ 11,4 Sek. laufen — unser Lutz läuft besser — 11,3! Ein Mädel von B. K. Berlin stößt sogar die Kugel 10,5 m. Aber auch die Gretel streikt sich! Wir lassen uns nicht schlagen. Auch unser „Kätzchen wird nicht bange. Im 100m Herren- Endlauf sollen nur Berliner sein? So? Kennen Sie denn den Frankfurter Geerling? Nicht? Der bin ich!! — Die Nacht vergeht schnell. — Gegen 10 Uhr erreichen wir Breslau, die Stadt des 12. Makkabi- Turntages. — 750 km haben wir hinter uns. — Empfang im Bar Kochba-Büro im Hauptbahnhof. Man fragt nach Trude, Paul, Iko, Fredy. Sie konnten leider nicht mit. — Bald haben wir Teilnehmer- und Quartierkarte — der rste Eindruck des vorzüglich organisierten x-srntages. — Jeder ist froh in die Quartiere zu kommen. Mittags können wir alle im Bar Kochba-TTeim feststellen, daß wir alle glänzend untergebracht sind. Wir bummeln durch die Stadt. Der offizielle Turntag beginnt ja erst Samstag Abend, wir haben also genügend Zeit, das schöne Breslau etwas näher kennen zu lernen. Freitag ist der Ankunftstag der meisten Makkabi-Vereine. Am Abend können wir — d. h. eigentlich nur die beiden Frankfurter Delegierten, denn die anderen suchen das „mondäne“ Breslau auf — die Bar Kochbaner aus Berlin, Hamburg und Lübeck begrüßen. Alte Bekanntschaften werden aufgefrischt, neue geschlossen. Hamburg und auch Leipzig fragen nach Michel und Cosiü „Wir“ nehmen leise Fühlung über die Frage des nächsten Makkabi-Sportfestes. Frankfurt soll der Ort sein. —■ Samstag Abend ist der erste offizielle Akt des Turntages. Begrüßung und Eröffnung! In der schönen Hermann-Loge trifft sich die Makkabi-Jugend in freudigster Erwartung. Ein Lichtbild-Vortrag leitet den Abend ein. Dann begrüßen in kurzen aber umso herzlicheren Worten das Präsidium des Deutschen Kreises und die einzelnen Vertreter der jüdischen Organisationen die Makkabinis. — Plötzlich bricht ein Jubel los — Blumenfeld ist gekommen! Seine Worte — getragen von größter Begeisterung — dringen in das Herz jedes Jugendlichen ein. — Wir alle fühlen, daß der Makkabi marschiert. Bald