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Bar Kochba · 1928-09-01 · September 1928 · p. Seite 19

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Journal
Bar Kochba
Volume
1928
Issue
September 1928
Date
1928-09-01
Page
Seite 19 (sequence 4)
Language
German
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19 Am Abend ist Preisverteilung und Festball — die Jugendlichen ..feiern" getrennt. Der Montagmorgen ist schon unser Abreisetag. Zur Tagung bleibt nur Ernst Hamburger. Der Abschied von Breslau fällt einigen etwas schwer. Unseren Freunden und dem Bar Kochba Breslau noch einmal Hedad — Hedad — Hedad — dann dampfen wir ab! Die lange Rückfahrt beginnt. Am Abend wollten wir noch gar zu gerne einige Stunden in Dresden bleiben, aber die Zeit ist zu knapp. So geht's weiter. Auch die kalte Nacht geht vorüber. - - Ein großes Toilettemachen beginnt — wir sind in einigen Stunden in Frankfurt. W ir laufen ein — werden ..empfangen"'. Dein Bar Kochba Frankfurt Hedad — Hedad — Hedad. — Heiser klingt es — aber freudig. Die 1500 km Fahrt zum XII. Makkabi-Turntag ist beendet. — eg — Der Bericht über den Turntag selbst erscheint erst in der nächsten Nummer. Betten-Fabrik A m e n d t Schlafzimmer Bettwäs c he Dekorationen Bleidenstr. 10 Gegr. 1854 1VTT TT7T EUCH SELBST |\|U 11ND DFM K K | durch Abschluss von Versicherungen bei der Versicherungs abt.desKerenKajemeth / Generalagentur des Phönix ÄLFRED ÄDLER, FRANKFURT Ä. M. Telefon: Zeppelin 54461 — Reuterweg 71 0062 ^^ewipeTN, nur bei\ IWALTHER \w) V^r <=^S XiSGallus-J^^ 3entral*$)ei8itn(|eit ä ZiPkelbaih 8 Finh, Frankfurt a. M. Maingau 74730 — Bettinastrasse 35 0066 Sportfest der jüdischen Jugend Unser Sportfest hat uns einen vollen Erfolg gebracht, ohne eingebildet zu sein, dürfen wir uns dies eingestehen. Die Organisation klappte vorzüglich, beinahe wie bei den großen Internationalen, und es war erfreulich festzustellen mit welchem Verständnis die Kampfrichter sich ihrer mühevollen Aufgabe entledigten. Den ca. 400—500 Zuschauern bot sich vom Anfang bis zum Ende ein geordnetes, abwechslungsreiches Bild, das durch keinerlei Mißklang getrübt wurde. Der rege Beifall, den man allen Wettkämpfern spendete, gleich aus welchem Lager sie kamen, verriet die Objektivität des Publikums, und das Interesse mit dem man bei der Sache war. Sicherlich war ein nicht geringer Teil dieser Zuschauer zum ersten Male bei einer derartigen sportlichen Veranstaltung. Hoffen wir, daß wir mit diesem in jeder Beziehung mustergültigen Werbefest ihr Interesse an uns wachgerüttelt haben! Jüdische Jugend auf der Kampfbalm, wahrlich es war für alle ein erhebender Anblick, diese jugendlichen, gebräunten Gestalten in edlem Wettstreit um die Siegerpalme ringen zu sehen. Uns gab es die Genugtuung, daß diese Leistungen von der Jugend aus sich heraus geschaffen worden sind, Leistungen die jedem Achtung abringen müssen, der sich vergegenwärtigt, welche Massen seit ungefähr 10 Jahren, dem Anfang unserer Bewegung, dem Sportgedanken zugeführt worden sind. Der Erfolg, der uns beschieden war, muß uns aneifern auf dem gleichen Wege unbeirrbar fortzufahren. Abgesehen von den vorzüglichen Resultaten der Jugendlichen, unter denen die Geschwister Gans sowie Lutz Uhlfelder dominierten, kann man von guten Durchschnittsleistungen sprechen, besonders zu erwähnen ist noch der hervorragende hindruck den unser Engelmayer hinterließ, der in den zahlreichen Wettkämpfen und Staffeln, die er bestritt, den Beweis erbrachte, daß er auf jedem Gebiet des Sports zu Hause ist. Audi bei unseren Gästen konnte man eine allgemeine Formverbesserung feststellen. Angenehm überascht sind wir über das gute Material, das uns Mannheim zur Verfügung stellte. Dieser junge Verein, der erst seit einigen Wochen regelmäßig trainiert, konnte eine ganze Reihe Preise mit nach Hause nehmen. Wir freuen uns, daß nunmehr auch Mannheim an die alte Bar Kochba Tradition anzuknüpfen gedenkt! Auch der „Schild" konnte mit seinen Leistungen zufrieden sein, St oll und Frank waren uns willkommene, ebenbürtige Gegner. Blum vom S. C. 1880, der alte Sprinter, dokumentierte mit seinen 3 Siegen, daß er auch die junge Generation noch nicht zu fürchten braucht. Jeden Einzelnen, der an diesem Tage gute Leistungen zeigte zu erwähnen, würde zu weit führen. Alle die sich an diesem Tage an unserem Fest beteiligten, gaben ihr Bestes. Vertreter von folgenden Behörden waren erschienen: Stadtamt für Leibesübungen, Frankfurter Verband für Leichtathletik, Zion. Vereinigung, der Direktor des Philanthropin, Jüd. Volkspartei.

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