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Wiener jüdisches Familienblatt · 1935-02-01 · 15 (Februar 1935) · p. Seite 24

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Journal
Wiener jüdisches Familienblatt
Volume
3 (1935)
Issue
15 (Februar 1935)
Date
1935-02-01
Page
Seite 24 (sequence 26)
Language
German
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faJbvcJUdk für Erwachsene billig und gediegen DR. L. M., WIEN XVIII., KARL BECKG. 29/6 Santangels Geschwister wurden bald darauf von der Inquisition <jejat>t, gefaßt und verbrannt. * * * „Nachdem die spanischen Majestäten alle Juden aus allen ihren Königreichen und Territorien vertrieben harten, in denselben Monat Januar erteilten sie milden Auftrag, mit einer genügenden Bemannung die Reise nach Indien zu unternehmen..." — mit diesen Worten beginnt das Tagebuch des wagemutigen Cienuesers in der Franziskanerkutte. Am 3. August 1492 gingen seine drei Schiffe „Santa Maria", „Pinta" und „Nina" in See. Unter der Besatzung waren mehrere Juden und Marannen, so Alonso de ("alle, Rodrigo Sanchez, der Dolmetscher Luis de Tores, der Schiffsarzt Maestro Bernal und der Wundarzt Marco. Am 12. Oktober erreichte die Expedition Kuba. Der erste, der an Land ging, war, von Columbus ausgeschickt, der Dolmetscher Tores. Vier Tage hindurch durchstreifte er die fremde Unheimlichkeit. Doch die Eingeborenen nahmen ihn herzlich auf. Als erstes boten sie ihm — Tabak an. Die echten Kuba schmeckten ihm. Er entschloß sich, für dauernd in Kuba Wohnung zu nehmen. Diese Absicht hat er dann auch verwirklicht. Der erste Europäer, der sich in Amerika ansiedelte, war also ein Jude. Die zweite „Indien-Expedition", auf der Columbus Dominica und Porto Rico entdeckte, wurde von den Vermögenswerten finanziert, die das spanische Königspaar den vertriebenen Juden und Marannen abgenommen hatte. Aber Juden und Marannen wurde es nicht gestattet, sich in den neuentdeckten Ländereien niederzulassen. Als sich einige „geheime Juden" nicht nach dieser Vorschrift richten wollten, verfolgte sie auch hier in der neuen, ach so alten Heimat die Folter der Inquisition. Einige der Entwurzelten wurden Seeräuber. Im Jahre 1521 sollen sie die Vereinigung der spanischen mit der venezianischen Flotte zu verhindern versucht haben. * * * Den Portugiesen ließen die spanischen Erfolge keine Ruhe. Ihre große Hoffnung war Vasco da Gama. Als Berater hatte er sich Abraham Zacutos versichert, der schon die erste Columbus-Expedition befürwortet hatte, jedoch seit der spanischen Judenaustreibung in Lissabon lebte. Zacuto bearbeitete für die geplante Afrika-Umseglung eine genaue Wettervoraussage. Sie bewährte sich! Vasco da Gama erreichte Indien. Auf der Rückreise, vor üoa, kam ihm in einer kleinen Barke ein langhärtiger Europäer entgegengerudert und grüßte ihn auf kastilianisch: „Gott segne die Schiffe und die Herren Kapitäne und die gesamte Mannschaft!" Der indische Kastiliane war, so merkwürdig es klingt, ein Jude aus Posen und hieß ü a s p a r. In Indien versah er das wenig anstrengende Amt eines Außenministers am Hofe des maurischen Sultans von Goa. Vasco da Gama hielt ihn für einen Spion und ließ ihn auf jeden Fall erst einmal fesseln, entkleiden und auspeitschen. Schließlich versprach der Arme, zu den Portugiesen überzugehen und sich taufen zu lassen. Vasco da Gama nahm ihn daraufhin nach Lissajbon mit, ließ ihn reich beschenken, seemännisch ausbilden und mit einem Freibrief ausstatten. Im Jahre 1500 begleitete er auf Veranlassung des portugiesischen Königs die Cabralsche Indien-Expedition als Dolmetscher. In Indien kleidete er sich wie ein Maure. Man hatte keine Geheimnisse vor ihm, also auch nicht das, daß man beabsichtige, die Mitglieder seiner Expedition gefangenzunehmen und zu töten. So wurde Gaspar Lebensretter. Er riet zur Fortsetzung der Reise und Cabral entdeckte — Brasilien. 1502 kam Gaspar abermals nach Indien. Diesmal inachte er selbst eine Entdeckung. Er fand in Cochhi seine Frau wieder. Sie war Jüdin geblieben und durch nichts zu bewegen, ihr Judentum aufzugeben. Im Sonnenbäder für Gesundheit u. Schönheit Einige Bestrahlungen mit der Quarzlampe „Künstliche Höhensonne" - Original Hanau - bräunen die Haut wie bei längerem Aufenthalt im Hochgebirge und geben der Frau ein jugendfrisches Aussehen ohne Zuhilfenahme von Puder und Schm'nke. Solche Bestrahlungen beseitigen Mitesser. Pickel und Sommersprossen und helfen gegen Haarausfall und Ergrauen. ( Eine moderne Frau benützt daher ständig eine .Heim-Höhensonne", die zugleich ein wertvolles Heil- und Vorbeugemittel gegen vielerlei Krankheiten ist. Genau so wichtig wie für Kinder sind Bestrahlungen für Erwachsene, besonders in der Grippezeit Verlangen Sie kostenlosen Prospekt Nr. 552 von der QUARZLAMPEN - GESELLSCHAFT M. B. H. WIEN VIII., ALSERSTRASSE 23 - TELEPHON NR. A22-0-18 oder von Elektro- und medizinischen Fachgeschäften. Bequeme Teilzahlungen, kostenlose Vorführung. Seit neuem das billige Volksmodell, die Alpina-Heimsonne. 24

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