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Wiener jüdisches Familienblatt · 1934-11-01 · 13 (November 1934) · p. Seite 6

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Journal
Wiener jüdisches Familienblatt
Volume
2 (1934)
Issue
13 (November 1934)
Date
1934-11-01
Page
Seite 6 (sequence 8)
Language
German
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JlUDDSCIHIi TTYP Seit 2000 Jahren leben die Juden in der Vierbannung, in alle Welt zerstreut. Sie müssen von Land zu Land, von Stadt zu Stadt wandern. Schon weilen sie hunderte Jahre in einem bestimmten üebiet, haben das Heimatrecht erlangt, das Haus bestellt, mit Mühe und Not eine Existenz errichtet. Plötzlich ein Pogrom, ein Judengesetz und die Heimatlosigkeit droht von neuem. Im Gesicht und in der Gestalt des Juden, ob in Australien, Asien, Amerika, Europa oder Afrika, spiegelt sich die Geschichte der Juden des betreffenden Erdteiles. Die Gesichtszüge sind fast überall gleich, dagegen die Furchen der Leiden, der Sorgen je nach der Lage der Juden in den verschiedenen Ländern — zackig, gerade, tief oder glatt. Tunesischer Rabbiner Typen eines Volkes, welches überall ist und fast nirgends ein sicheres Heim hat. Jüdische Typen! Dort die traurigen Augen, welche die Welt stumm anklagen, hier der Mund, der nie frei lachen konnte, jener findet nur Ruhe und Frieden beim Talmudfolianten, dieser erwartet den Messias. Hunderte Variationen, je nach Land, Klima, nach Beschäftigung und der jüdischen oder nichtjüdischen Umgebung, und doch ein einheitlicher Typus einer Rasse, deren Lebensweg stets mehr von den Nichtjuden als von den Juden selbst bestimmt wurde. J. Fr. (Die Bilder stellte das Jüdische Museum, Wien, freundschaftlich zur Verfügung.) Jüdin aus langer 0

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