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Wiener jüdisches Familienblatt · 1934-09-01 · 11 (September 1934) · p. Seite 33

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener jüdisches Familienblatt
Volume
2 (1934)
Issue
11 (September 1934)
Date
1934-09-01
Page
Seite 33 (sequence 35)
Language
German
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Sportnachrichten aus aller Welt Hakoah—Phönix Bajamare 3:2 (3:1) Der F. C. Hakoah trat gegen seinen Bezwinger auf der Rumänien-Tournee Phönix B a j a m a r e an und siegte sehr knapp. Die Torschützen waren Ehrlich II, D o n n e nfeld (2) für Hakoah, Praßler und Pfeiffer(Elfmeter) für die Rumänen. Die Hakoah kehrte von einer überaus erfolgreichen Tournee in Rumänien zurück, auf der sie sehr beachtenswerte Erfolge errang. Von 14 Spielen wurden 13 gewonnen. Das Torverhältnis lautete 68:13. Die Hakoah-Schwimrnerinnen Löwy und Werfheimer starteten in der Länderrnannschaft gegen Ungarn. Frl. Löwy belegte im 100 m-Freisfilschwimmen den dritten, Frau Wertheimer im 200 m-Brustschwimmen den zweiten Platz. Die Wienerin Hedy Wertheimer, die Gattin des populären Hakoah-Trainers Zsigo Wertheimer, verbesserte in Brünn, anläßlich des dortigen H a g i b o r -Schwiminmeetings, ihren Rekord über 1Ö0 m Brust mit der Zeit von 1:28,6 gegenüber ihrem früheren Rekord von 1:29. Die Hakoahnerin siegte in diesem Meeting über die Holländerin Brouwers. Die Hagibor-Athlefen schnitten bei dem letzten Slaviameeting gut ab. Goldschmid wurde im Laufen über 1000 m in der guten Zeit von 2: 4.2 Min. Dritter, auch Wasser im Weitsprung und Birnholz über 3000 m belegten gute Plätze. Leichtathletik. Ing. Engel (Hagibor, Prag) Zweiter in Stockholm! Beim internationalen Meeting des Stockholmer Klub „Hellas" startete Ing. Andy Engel, Piager Hagibor, und es gelang diesem ausgezeichneten Sprinter in dieser schweren internationalen Konkurrenz den zweiten Platz im 100 m-Laufen in der Zeit von 10.8 Sekunden hinter den besten Sprintern Amerikas, Peacock und Kan, zu besetzen. Engel lief noch in der europäischen Stafette viermal 200 m vom Start. Mit dieser glänzenden Leistung wurde wieder die Tschechoslowakei durch einen ausgezeichneten jüdischen Sportler repräsentiert. Tennis. Hecht besiegte im Länderkampf gegen Oesterreich Artens und Matcika in überlegener Weise. Zionistische Führer besuchen das jüdische Sportheim in Keilberg. M. M. U s s i s c h k i n mit Rabbiner Doktor Ehrenpreis aus Stockholm und Dr. Chaim W e i t zmann und Frau sowie Dr. Arthur Ruppin besuchten das jüdische Sportheim in Keilberg. Sie wurden von der Jugend aufs herzlichste durch Sprechchöre und Liedervorträge begrüßt. Die Entscheidung in den staatlichen Schwimm-Meisterschaffen führte Getreuer (Hagibor) herbei. Er wurde Meister im 1500 m - Bewerb. Hagibor errang somit endgültig mit 169 Punkten die Meisterschaft der Republik. Ein freundliches Zusammentreffen Hagibor, Prag, mit Zlate Udoli endete mit einem Sieg Hagibors. Es wurden gute Resultate erzielt. Preisgekrönte Makkabi-Turner in Ungarn. Einem Bericht der ITA zufolge, gelang es der Turnsekfion des Sportklubs VAC (Fecht- und "Athletik-Klub) in Budapest anläßlich der dort stattgefundenen Turnweltmeisferschaften beachtliche Erfolge zu erringen. Reges Interesse fanden die Leistungen von Sarkany und Tauber -Tabori, welch letzterer bei den Jugend-Einzelmeisterschaften den zweiten Platz besetzen konnte und somit ungarischer Turnmeister wurde. In Oppeln hat ein leichtathletisches Makkabimatch Obergegen Niederschlesien stattgefunden. Gesiegt hat Bar K o c h b a, Leipzig. Die besten Resultate erzielten: 400 m Sternlieb I in 56 Sekunden, 100 m Sternlieb II in 11 Sekunden. Hakoah-Jülich westdeutscher Makkabi-Fausfball-Meisfer. Unter Beteiligung von 11 Mannschaften aus Düsseldorf, M. - G 1 a d b a c h, Köln und Jülich führte die rührige Hakoah-Jülich die westdeutschen Faustball-Meisterschaften durch. Im Stadion gab es vor einer zahlreichen Zuschauermenge aus Jülich und den umliegenden Landgemeinden eine Reihe interessanter und knapper Entscheidungen. Die nach dem Cupsystem ausgetragenen Spiele brachten bei den I. Mannschaffen zunächst einen überraschend knappen Sieg von Jülich über Köln, während sich Makkabi-Düsseldorf überlegen gegen Makkabi M.-Gladbach durchsetzte. In der Endrunde behauptete sich Hakoah- Jülich gegen Makkabi-Düsseldorf und errang den Titel eines Makkabi-Meisfers von Westdeutschland. Um den dritten Platz gab es ein unentschiedenes Ergebnis zwischen M.¬ Gladbach und Köln. Bei den II. Mannschaften siegte Düsseldorf vor Köln, während bei den Damenmannschaften die Fünferreihe von Jülich ganz überlegen gegen eine kombinierte Mannschaft siegte. Die auswärtigen Gäste wurden von der Synagogengemeinde Jülich besonders herzlich aufgenommen. Loeb (Makkabi-Düsseldorf) läuft 5000 m in 16.29 Minuten. Im Rahmen der westdeutschen Makkabi-Faustballmeisterschaften in Jülich fand ein 5000 m-Laufen statt, in dem der junge westdeutsche Makkabi-Meister über 5000 m die Zeit von 16.29 Minuten erzielte. Auf Grund dieser Leistung dürfte Loeb als Favorit für che Deutschen Makkabi-Meisterschaften über 5000 m gelten. Schweiz. Der „Jüdische Turnverein Basel" feierte kürzlich das Jubiläum seines zwanzigjährigen Bestandes. Der Verein, der ursprünglich „Jüdischer Sportklub" hieß, ist im Jahre 1914 von elf jungen Juden gegründet worden. Der Klub umfaßt heute mehr als 200 Mitglieder und ist der prominenteste jüdische Turnklub. Aus Anlaß des Jubiläums fanden in Basel größere sportliche und gesellschaftliche Veranstaltungen statt. In der ersten Runde der vom Schweizerischen Tennisverband organisierten Interklubmeisterschaffen blieb der Tennisklub „H a k o a h"-Basel siegreich, verlor aber in der zweiten Runde gegen den Lawn-Tennis-Club Bern. Der Jüdische Turnverein Basel konnte das Laufen „Q u e r durch Allschwil" trotz seines Antretens mit einer stark ersatzgeschwächten Mannschaft gewinnen. An dem Laufen waren neun Mannschaften bedeutender Schweizer Sportvereine gestartet. Anläßlich des 25jährigen Jubiläums der Wiener Hakoah beabsichtigt der Tel-Aviver Makkabi eine Anzahl von Athleten nach Wien zu entsenden. Es kämen in Betracht : Theo Levy, Klein, Weiner, Maranz, Kaspi, Lewin, Rabinowitsch, Rosenthal, Steinberg, H e r s c h 1 e r, Ginsburg und F r an k L Ha-Poel, Tel-Aviv, besiegte Jehuda-Tarnopol 7:1. Australien: Der führende jüdische Fußballklub Australiens „Hakoah" schlug den Sportklub „Brighton" 4:1. Kanada: Das Scnioren-Wasserpolo-Team der Young Men Hebrew Association, Montreal, der Meister für Kanada für 1932/33 und 1933/34, wurde aufgefordert, in Hamilton bei den kanadischen Ausscheidungskämpfen für die British Empire Games zu spielen. Argentinien: Der Makkabi Buenos Aires hat das erste jüdische Rugby-Team in Südamerika zusammengestellt und trat gegen das spielstarke Team der Y m e a an. Die Makkabim wurden mit 3:6 geschlagen. Äußer der Rugby- Abteilung hat der Klub Turn-, Basket-Ball-, Ringer- und Fußballabteilungen. Der tunesische Fußballpokal wird von einer jüdischen Mannschaft gewonnen. Die Vereinigung tunesisch-jüdischer Sportvereine besiegte den C. D. de Ferryville 2: 1 und gewann damit den tunesischen Fußballpokal. Gilbert Naim wurde Meister im 100 und 200 m-Frelstilschwimmen. Emile T a i e b gewann die Meisterschaft im 100 m-Rücken- und 400 m-Freistilschwimmen. 33

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