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Wiener jüdisches Familienblatt · 1934-07-01 · 9 (Juli 1934) · p. Seite 25

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener jüdisches Familienblatt
Volume
2 (1934)
Issue
9 (Juli 1934)
Date
1934-07-01
Page
Seite 25 (sequence 27)
Language
German
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%uchbcb{ttcchunget\ SCHALOM ASCH DER TROST DES VOLKES R OMAN / 1— 5. Tausend Dieser neueste große Behenntnisroman des Berühmten Erzählers, eine wunderhare Dichtung, ist der Höhepunkt seines S chaffens. Ganzleinenhand S 11.55 In alltn B u chhand) ung 4n BIBLIOTHEK ZEITGENÖSSISCHER WERKE Zürich / Leipzig / Wien Gerechtigkeit für Theodor Herzl Im Jahre 1934 jährt sich zum dreißigstenmal in diesen Tagen Theodor Herzls Todestag. Der Zionist denkt in diesem Jahre mit mehr Gefühlsbetonung als sonst im Alltag, an den Schöpfer der zionistischen Organisation, an den modernen politischen Heros der Juden, er denkt mit Inbrunst, mehr oder minder aufrichtig, an die letzten sieben Lebensjahre des zionistischen Führers; aber sie alle, die Zionisten und die Gegner der zionistischen Organisation, haben — Hand aufs Herz — vergessen, wer Theodor Herzl als Mensch war, als Persönlichkeit und als Mann seiner Berufsarbeit. Wie alle Großen dieser Erde, war Herzl nicht nur eine gewaltige Persönlichkeit dort, wo er in der Menschheitsgeschichte einen Ehrenplatz einnehmen wird, da er Schicksal zu formen gewagt hat mit einem reinen Einsatz idealsten Strebens und ganz hinreißender Hingabe; er war ein großer Mensch und ein wertvoller Schriftsteller. Schriftstellerei war sein Beruf gewesen. Das hat man vergessen. Theodor Herzl vor seiner politischen Laufbahn, Theodor Herzl als Schriftsteller ist offenbar uninteressant geworden, weil niemand bisher daran erinnert hatte, daß man einen Menschen nur verstehen und lieben und verehren kann, wenn man ihn ganz kennt und anerkennt, nicht nur in seinem entscheidenden Werke selbst. Ein junger Schriftsteller hat — aus innerem Antriebe — das Richtige getan: er hat fast genau zu Theodor Herzls dreißigstem Todestage der Oeffentlichkeit ein kleines und sehr gefälliges Büchlein überreicht, das die eigentlich — Eingeständnis ist keine Schande — beschämende Lücke in der Herzl-Literafur auszufüllen geeignet ist. Auf Grund einwandfreien und verständnisvollen Quellenstudiums wird Herzls Werdegang als Schriftsteller geschildert, wenige]! mit eigenen Worten des Verfassers Josef Fränkel, sondern unter Verwendung eines reichen Quellenmaterials, das lebendig an den Augen des Lesers vorüberzieht. Wie ein Mahnruf: Gedenket des Schriftstellers Theodor Herzl! klingt jede Seite, die plastisch in Form von Briefwechsel, Zensurberichten und Inhaltsangaben, Rollenbesetzung im Burgtheater in Wien und anderswo den Kampf Herzls um seine Geltung als Dichter echter Theaterstücke zu schildern unternimmt. Erläuternde Anmerkungen und genaue Daten erleichtern die Erfüllung des Wunsches, der dieses Büchlein begleitet: Erwecket die Erinnerung an den Menschen und Schriftsteller Theodor Herzl, der es verdient hat — als Dichter —, von seinem Volke nicht vergessen zu werden. Das im „Fiba"-Verlag in Wien erschienene Büchlein des jungen Josef Fränkel: „Theodor Herzl, des Schöpfers erstes Wollen" verdient Beachtung und wird, wenn jüdische Liebe zum jüdischen Heros wirklich lebendig ist, in keinem jüdischen Hause fehlen. H. K. Alle Zuschriften, Beiträge, Anfragen und Bilder bitten wir ausschließlich an unsere Verwaltung zu richten „Wiener Jüdisches Familienblatt" Wien I., Petersplatz /•Tel.U 21-0-17 Die Spalten des Blattes stehen auch jedem Nichtjuden zur Verfügung, der ehrlich über die Judenfrage zu sprechen vermag j SILBERWARENERZEUGUNG j jJOSEF HALLER j Wien, VIEL, Lerchenfelderstraße 122 Telephon A 21-7-97 j Reichhaltiges Musterlager von Tafelgeräten etc. | 25

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