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Wiener jüdisches Familienblatt · 1934-06-01 · 8 (Juni 1934) · p. Seite 35

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener jüdisches Familienblatt
Volume
2 (1934)
Issue
8 (Juni 1934)
Date
1934-06-01
Page
Seite 35 (sequence 37)
Language
German
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Hirschler gelang es, seinen Gegner in nicht ganz drei Minuten auf die Schultern zu legen, während Fiscus und Schlanger nach Punkten gewannen. AUSLAND. Prag1. An dem vor wenigen Wochen abgehaltenen Schw immeeting beteiligten sich auch der „Hagibor" aus Prag und „Bar-Kochba" aus Bratislava. Es gelang den jüdischen Sportlern, vier Einzelplätze für sich zu buchen, und „Hagibor" siegte auch in der Lagenstaffel mit großem Vorsprung vor „Slavia". Bemerkenswert ist der Sieg im 100 m-Freistil des Doktor Steiner, der den ungarischen Meister Boros schlug. Bratislava. Auf einer Konferenz des tschechischen und österreichischen „Makkabi-Hazair" wurde festgestellt, daß dieser Bund über 48 Gdudim verfügt und in der Tschechoslowakei die stärkste Jugendbewegung darstellt. Durch einen 7:0-Sieg im Finale gegen Ursus gewann „M a k k a b ä a" (Bratislava) den S t e f a n i k- Pokal. Berlin. Wie verlautet, haben die deutschen Sport- Behörden das Abhalten sportlicher Wettkämpfe zwischen jüdischen und arischen Vereinen gestaltet. Trotz mehrfacher Störungen und innerjüdischer Zwistigkeiten gelingt es den deutschen Makkabivereinen, ihre wichtige Arbeit zum Wohle und zur Ertüchtigung unseres Volkes fortzusetzen. Den deutsch-jüdischen Vereinen gelingen in ausdauernder, schwerer Arbeit recht schöne Erfolge. Kaunas. Es gelang den an der litauischen Tischtennis-Meisterschaft teilnehmenden jüdischen Spielern, schöne Erfolge zu erzielen. Im D a m e n-Doppejl ist der Meistertitel einem jüdischen Paar zugefallen, während im H e r r e n-Doppel der Meistertitel und die nächstfolgenden Plätze jüdischen Spielern durchwegs Angehörigen des „Makkabi" - zufielen. Hamilton (Ontario, Kanada). Bei einem Sportfest in Hamilton schuf der jüdische Rekordsportler Ciemann einen neuen Weltrekord im Gehen über eine Meile in 0 Minuten 25,7 Sekunden. Kapstadt. In Kapstadt (Südafrika) wurde ein jüdischer Sportklub gegründet, der sich dem „Makkabi" angeschlossen hat und vier Sektionen umfaßt. Er zählt bereits eine schöne Anzahl von Mitgliedern. London. Für den 3. Juni hat der englische „Makkabi'1 ein Tennis-Turnier ausgeschrieben, für das bereits 250 Meldungen vorliegen, dessen Protektorat Lord Henry Melchett übernommen hat. Er wird den Siegern dieses Wettbewerbes den Herausforderungspokal überreichen. Diese einzig dastehende sportliche und gesellschaftliche Veranstaltung, an der auch Spitzenspieler wie Daniel Prenn teünehmeln werden, verfolgt den Zweck, die besten jüdischen Spieler zur Entsendung in die englische Repräse|iitativmannschaft für die II. Mak kabiah ausfindig zu machen. Ueber die Vorbereitungen anläßlich der Frauenwettspiele wird berichtet: Das Interesse für die Londoner Kämpfe wächst täglich; etwa 100 Leute sind %*tcMa Uün, VII. Kalserstr.123, IX., Alserstr. 6 bis jetzt zur Teilnahme angemeldet, die in England-, Frankreich, der Schweiz und Italien für die Makkabiah werben wollen. Die Leitung hat fünf Damen au.,' Galuthländern zur Verstärkung des Teams eingeladen, das nicht als palästinensische Mannschaft an den Start gehen will, sondern als „Makkabi-Team" in blauweißer Dreß mit Magen-David und der jüdischen Fahne. Mexiko. Der im Jahre 1Q31 gegründete jüdische Sportklub „Makkabi" hielt kürzlich ein großes Meeting ab. Dieser Klub, der sechs Sektionen umfaßt, spieft im sportlichen Leben Mexikos eine bedeutende Rolle. Kopenhagen. Der jüdische Ringer Michael Kur- 1 a n d errang bei den kürzlich in Kopenhagen abgehaltenen dänischen Ringermeisterschaften den Sieg im Bantamgewicht und wurde dänischer Meister. New-York. Der bekannte jüdische Sportsmann George Kojac stellte bei einem in New-York abgehaltenen internationalen Schwimmfest einen neuen Rekord im Rückenschwimmen auf. Er schwamm, 440yards in 5 Minuten 34,8 Sekunden und schlug den bisherigen amerikanischen Meister Fießler um 18 Sekunden. Kojac ist dem bisherigen Weltrekord auf 4 Sekunden nahegerückt. Holland. Anläßlich der Gründung des „Makkabi" in Groningen sagte Dr. Le lewer in einer Rede: „Wir wollen unter den Juden der Welt eine Brüdergemeinschaft aufbauen und die Kluft der sozialen (iegensätze durch ein g e m e i n s a m es Ideal überbrücken. Ueber unserer Arbeit stehen ehern jene drei Worte, die in das Tor des Stadions von Tel-Aviv eingemeißelt sind: Arbeit, Freiheit und Einigkeit. Arbeit für unser Volk, Freiheit von Unterdrückung und Einigkeit in unseren Reihen." Tel-Aviv. Für das zu schaffende olympische Dorf in Palästina (Kfar Hamakkabi) sind, wie Herr Doktor Rosenfeld mitteilt, bereits 3 000 Pfund aufgebracht. In einem Aufruf fordern Lord Melchett, Dr. Lelewer und Dr. Rosenfeld zur Aufbringung der restlichen 2000 Pfund auf, die zur Erbauung des Dorfes nötig sind. Ein Tennis-Kurs für unsere Leser Die Sportredaktion unsres Blattes veranstaltet gemeinsam mit dem bekannten Wiener Sporthaus „Marathon" Wien I., Kai 7, einen billigen Tenniskurs für unsere Leser auf guten Plätzen. - Der Preis, in dem Platz und Trainer inbegriffen sind, beträgt für 10 Stunden S 12--, Bälle und Rackets werden vom Sporthaus „Marathon" zur Verfügung gestellt. - Anmeldungen erbitten wir b r i e f 1 i ch an die Redaktion unseres Blattes mit dem Vermerk „Tenniskurs" bis zum 15. ds. Monats. - Wir hoffen, daß sich unsre Leser in Anbetracht der günstigen Bedingungen zahlreich an ■Uli dem Kurs beteiligen werden. 35

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