Wiener jüdisches Familienblatt
- Journal
- Wiener jüdisches Familienblatt
- Volume
- 2 (1934)
- Issue
- 8 (Juni 1934)
- Date
- 1934-06-01
- Page
- Seite 25 (sequence 27)
- Language
- German
- Belongs to
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Der Hügel des Frühlings Zum 25 jährigen Jubiläum der Stadt Tel-Aviv IIIIIIIIllllllllllllllllllllllllllllMIIIIIIIIIIIIMIIIIIIIIIIIIIIMIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII llllllllllllllllilllllllllllllll Es sind 25 Jahre her, daß die städtische Siedlung, unmittelbar an Jaffa angrenzend, auf dem Boden des Jüdischen Nationalfonds zu entstehen begann. Man gab ihr den Namen „Hügel des Frühlings" („Tel-Aviv"). Es war wüster Boden, Sumpf und Steine, wo der heutige Bürgermeister der Stadt, Meir Dizengoff, mit seinen Gleichgesinnten die Ansiedlung begonnen hatte. Ursprünglich ging der Bau der Siedlung sehr langsam vor sich. Im Jahre 1911 wurden im ganzen fünf Häuser errichtet. Im Jahre 1914 aber zählte Tel- Aviv bereits 139 Häuser, darunter als eines der ersten Gebäude - das Gymnasium „Herzlia", und 1400 Einwohner. Dann ging es sprunghaft weiter. Im Jahre 1927 war Tel-Aviv in allen Lagern angefeindet. Es zählte zwar bereits 40.000 Einwohner, aber es war eine „Stadt" und man wollte nur ländliche Siedlungen in Palästina. Heute, da der Streit vergessen ist, kann man ihn auch verstehen, kann man begreifen, da,ß etwa ein Franz Oppenheimer Vorträge gegen Tel- Aviv gehalten hat, auch in Wien, er, der von Anfang an zu den begeisterten Vorkämpfern für den jüdischen Aufbau Palästinas gezählt hatte. Die Sehnsucht nach Berufsumschichtung war eben so groß, daß man die Gelegenheit zu städtischen Berufen meiden wollte, umsomehr, als eine überstürzte städtische Einwanderung zu Bodenspekulationen und zu Krisen auf dem Häuser- IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIMIIIIIIIIIIIIIIIIIIMIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII Tel-Aviv, der Stadt des Frühlings, auf 10 0.000 geschätzt. Sie wurde eine Großstadt anläßlich ihres 25jährigen Bestandes. Und heute ist T e 1 - A v i v d e r Stolz Palästinas. Wenn das Freudenfest Purim gefeiert wird, birgt die Stadt das ganze jüdische Palästina in ihren Mauern. In Tel-Aviv feiert das jüdische Palästina das Fest der Lebensfreude. Und das Kennzeichen der Stadt ist d i e J u g e n d. Es gibt in Tellel-Äviv: HerrA-Sfraße Aviv fast gar keine alten Menschen, diese Stadt hat eine M e h r h e i t d er K i n d e r u n d der J ugendlichen. Sie ist wirklich heute die Stadt des Lehensfrühlings und es sei ihr von Herzen ewige Jugend gewünscht. Tel-Äviu: Große Synagoge markt geführt hatte, als die Bautätigkeit nicht bloß, überhastet, sondern auch unkünstlerisch und manchmal auch unfachgemäß vor sich gegangen war. Damit war aber die Krise der rein jüdischen Stadt Tel-Aviv, in der vom Bürgermeister bis zum Straßenkehrer nur Juden wohnen, in der Seele und der Wirtschaft überwunden. 1933 zählte man bereits 60.000, im Januar 1934 bereits 86.000 Einwohner und gegenwärtig wird die Zahl der Einwohner der Judensta,dt Reisebüro MARIENBRÜCKE, I., Rotenfurmstr. 26 Telephon R 24-2-86 und R 24-2-87 Allmonatlich die schönsten Palästinazu den billigsten Pauschal- -;- preisen mit und ohne Land- Reisen arrangemenf. Sichern Sie - sich jetzt einen Platz für unsere Reise „Rosen Haschanali im heiligen Land" mit der „VULCANIA" (36.000 t) ab Wien am 24. August 1934 25