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Wiener jüdisches Familienblatt · 1934-06-01 · 8 (Juni 1934) · p. Seite 24

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Journal
Wiener jüdisches Familienblatt
Volume
2 (1934)
Issue
8 (Juni 1934)
Date
1934-06-01
Page
Seite 24 (sequence 26)
Language
German
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diesem größeren Teile der ungarischen Hauptstadt Geschäftsviertel und zugleich auch jüdische Viertel findet, die an die Innere Stadt und die Leopoldstadt unseres Wien erinnern, erscheint mir nicht als wesentlich. Von Bedeutung ist, daß dieses Pest, außer mehr oder wenigen schönen jüdischen Gaststätten, in dem Tempel in der Tabakgasse (Dohany-utca) samt dem voran angeschlossenen Heldentempel, ein r epräsentativ wirkendes Gotteshaus besitzt, mit dem unser großer Tempel in der Tempelgasse kaum verglichen werden kann. Budapest hat aber ferner in der Rombachgasse auch etwas, was in Wien privaten Vereinen überlassen ist, eine Synagoge nach altem Ritus, zu der noch sehr viele kleine Betlokalitäten sowie die Synagoge der Orthodoxen in der Kazinczygasse kommen. Noch bedeutsamer ist es, daß die Juden von Pest über ein Netz von Schulen und Wohlfahrtsanstalten aller Art verfügen und daß fast alle diese Anstalten der Gemeinde unterstehen, also gewissermaßen öffentlichen Charakter besitzen. Wenn ich auch das ungarischjüdische Landesmuseum und die Gemeindebibliothek nicht besichtigen konnte, so sah und hörte ich doch von den Waisenhäusern, dem Taubstummen- und Blindeninstitut, den Gymnasien, viel, um einen Begriff von Lebensäußerungen der garischen Judentum tätigen Energien zu erhalten. Wohl klagt man auch in Ungarn jüdischerseits, und zwar gewiß mit Recht, über die Ungunst der Zeiten, aber wo soviel Beweglichkeit des Geistes, soviel Liebe zum Judentum und zur Heimat und soviel Offenheit des Charakters und Gebefreudigkeit zu Hause sind, kann man ruhig sagen: Lo almon Jisroel ein solches Judentum kann nicht untergehen! dem Spital usw. scden imposanten in diesem u n- Jüdisches Museum Alt-Ofen: Synagogale Stickereien Ulli.....■■■■Illllllllllf.......IIIIIMIIIIIIIIIIlllllllllllllllllllllfliaillKIII..............■ II Itlllllllllllllllllll............■••1CIII1IIIMIIIII ■•■■Uli Ein Erfolg desM Wiener Jüdischen Familienblattes" Wie wir erfahren, hat unser Artikel „Das Wiener Jüdische Museum" in der März-April-Nummer und unsere Anregung für eine würdige Unterbringung des Museums ein lebhaftes Echo in weiten Kreisen der jüdischen Gesellschaft gefunden. Der Vorstand der Israelitischen Kultusgemeinde in Wien befaßt sich jetzt mit einem Ansuchen des Jüdischen Museums um Beistellung geeigneter Räume für die bedeutsamen Sammlungen und es wird erwogen, das derzeit leerstehende erste Stockwerk des der Kultusgemeinde gehörenden Stiftungshauses „Karl und Rosalie Goldschmied" (Wien 1., Schottenring 25) für die Zwecke des Museums zur Verfügung zu stellen. Einer unserer Mitarbeiter konnte sich überzeugen, daß die in Frage stehenden Räume tatsächlich aufs beste geeignet wären. Es würde dem Vorstande zur Ehre gereichen, ein historisch so wertvolles Kulturgut, wie es das Museum darstellt, repräsentativ im Zentrum der Stadt unterzubringen. Anderen Informationen gemäß wird auch daran gedacht, das Museum in jenein Haus, in welcheml sich die älteste jüdische Gebetstätte Wiens — die so-i genannte „Schönlatemschul'" befindet, unterzubringen. Hotel (MMUhov £&QJi&£l (J ugo S LA VI J A) Neues Haus direkt im Zentrum - Jeder Komfort 24

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