Wiener jüdisches Familienblatt
- Journal
- Wiener jüdisches Familienblatt
- Volume
- 2 (1934)
- Issue
- 7 (Mai 1934)
- Date
- 1934-05-01
- Page
- Seite 11 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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jüdischer Erinnerung Jüdinnen aus Äsarbeidsdian seinem Wohnsitz und im Besitze seiner Habe bleiben wollte, mußte sich zum Islam bekennen. Es entstand ein Marranentum in einigen persischen Gegendai, Insbesondere in [spähan, während in jenen Orten, in welchen den Juden weiterhin das Leben nach den Vorschriften des jüdischen (iesetzes gestattet blieb, c'er gelbe Fleck, den Papst Innozenz III. in Europa eingeführt hatte, in üestalt von roten Kappen oder um den Hals zu tragenden Olock lein Vorgeschrieben wurde, um die Juden kenntlich und Verächtlich zu machen. Man denke daran, wenn man in jüdischen Kreisen sich an diese Methode der Diskriminierung erinnert, daß wiederholt den Christen 'ln Orient ein gleiches Schicksal widerfuhr. Die Juden sind bis heute die charakteristischen Schicksalsträger solcher Eutwürdigimgsversuche geblieben, aber s'e haben oft Leidensgenossen gefunden. Es wäre im Interesse der Verständigung gelegen, wenn gleiche Schicksalsschläge, welche Juden und wenn auch °ft zu anderen Zeiten und an anderen Orten Christen betreffen, immer auf jüdischer und auf christlicher Seite festgestellt würden. Oerade die J u d e n haben das größte Interesse daran, andere Menschengruppen solche gleiche Schicksalsschläge nicht vergessen zu lassen. Umgekehrt ist es Pflicht der Juden und entspricht ihrem Interesse, daß sie ähnliches Erleben anderer Menschen mit gleicher sittlicher Empörung und menschlicher Teilnahme empfinden, wie ihr eigenes Erlebnis. Das heutige Schicksal des Judentums und der Kirche in Rußland ist das Beispiel einer Schicksalsgleichheit unserer Tage. Die Bilder, die unsere Leser heute vorfinden, sollen an jenes Land erinnern, das nur selten, aber in hervorragender Weise in das Schicksal des jüdischen Gesamtvolkes eingegriffen hat, im guten und im bösen Sinne. Jüdin aus Kurdisfan Bilder: A. Vardlan 11