Wiener jüdisches Familienblatt
- Journal
- Wiener jüdisches Familienblatt
- Volume
- 2 (1934)
- Issue
- 7 (Mai 1934)
- Date
- 1934-05-01
- Page
- Seite 10 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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Persien in An den Perserkönig Kyros haben die Juden seil fast zweieinhalbtausend Jahren immer mit Ehrfurcht gedacht. Er war es gewesen, der den Juden die Rückkehr ins Heilige Land ermöglicht hatte und in diese Zeit der Beendigung des babylonischen Exils fiel auch die Wirksamkeit des größten jüdischen Propheten J e s a j a. Aber nicht nur freundliches Gedenken erweckt dieses geschichtliche Erinnern. Zu Anfang des 7. Jahrhunderts war Palästina unter byzantinischer Herrschaft. Angeblich aus Rache wegen des an dem byzantinischen Kaiser Mauritius verübten Mordes durch den Usurpator Phokas führte der persische König Chosroi II. einen Feldzug gegen Byzanz, der ihn auch nach Palästina brachte. Den Persern schlössen sich jüdische Truppen au und sie eroberten im Jahre ölt Kurdische Jüdinnen 10 Äsarbeidschan: Die arbeitende Frau in gemeinsamem Kampfe Jerusalem. Es war wieder von Persien aus den Juden ermöglicht worden, in die alte Heimat zurückzukehren. Aber alter Groll verleitete Perser und Juden zur Vertreibung der Mönche, zur Zerstörung von Kirchen und Klöstern. Doch bereits 15 Jahre später hatte Kaiser Hera kl ins ganz Palästina gegen die Perser rückerobert. Während der 15 Jahre gab es ein merkwürdiges Ereignis. Manche Christen wurden, als Jerusalem von Juden erobert worden war, an ihrem Glauben irre und traten zum J u d e n t u m über. Es war nur ein Zwischenspiel in der jahrtausendelangen Geschichte des jüdischen Volkes gewesen. Beziehungsreicher war viel später ein anderes Ereignis. Im 17. Jahrhundert traf die persischen Juden das Schicksal ihrer spanischen Brüder. Nicht die kirchliche Inquisition zwang die Juden zur Taufe oder zum Marranentum oder zur Flucht, sondern mohammedanischer Bekehrungseifer erzwang in Persien während der Jahre 1656—1661 das gleiche Schicksal. Wer an