Wiener jüdisches Familienblatt
- Journal
- Wiener jüdisches Familienblatt
- Volume
- 2 (1934)
- Issue
- 4 (15. Februar 1934)
- Date
- 1934-02-15
- Page
- Seite 20 (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
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blickt ihre Hauptaufgabe in der Unterhältung des Rothschild-Krankenhauses in Jerusalem, des Tuberkulose-Hospitals in Safed, der Poliklinik in Tiberias, der Strauß-Gesundheitszentren in Jerusalem und Tel-Aviv, der 22 Mütterberatungsstellen in allen I .andesteilen und des Schulhygiene-Dienstes, der beispielsweise den Prozentsatz, der Erkrankungen an Trachom (ägyptische Augenkrankheit) in den jüdischen Schulen Palästinas von 34 Prozent im Jahre 1918 auf nicht mehr ganz. 8 Prozent in 1931 hinabgedrückt hat, ein Erfolg, der heute schon wiefder überboten sein dürfte. Fernerhin subventioniert die lladassah die jüdischen Stadtkrankenhäuser Tel-Avivs und Haifas. Im Selbsthilfew erk der „Kupath Chol im" haben sich heute annähernd 30.000 zahlende Mitglieder zusammengefunden, um die Vorteile umfassender ärztlicher \ ersoruimg zu genießen, wofür ein eigenes Zentralkrankenhaus, 3 Hauptkliniken, 2. Sanatorien, 60 Kolonie-Kliniken und verschiedene Spcz.ialinstitute zur Verfügung stehen. Die Krankenversicherungen des Mittelsta n d e s, nach verschiedenen Systemen organisiert, gewinnen gerade beim vielfach mittelständischen C harakter der heutigen Einwanderung neuerdings stark an Bedeutung. Was in Europa die Regierungen leisten, das fällt bei uns der Jewish Agencv als Aulgabe zu: die Koordination der Arbeit der verschiedenen Organisationen des Gesundheitswesens im Sinne von Rationalisierung und Höchstleistung, womit sich die finanzielle Unterstützung verbindet, soweit die eigenen Budgets der Institutionen nicht ausreichen. Das ist gerade heute angesichts der starken Einwanderung und Neuarisiedlung der Fall. Hier muß d a h e r n e b e n d e m J i sc h u w a u c h d i e j ü - d i s ch e Gesa m t h e i t ihr e O p I e r b e r e i ts ch af t b e k u n d e n, d e n n e s ist u n s e r all e r Leb e n s 1 r a g e, n e u e M e n s c h e n n a e h E r e z I s r a e 1 z u b r i n g e n u n d a u1 ipr oduk t i v e r Basis anzusiedeln. Wenn gegenwärtig von allen Geldern, die der Keren Hajessod für Palästina ausgibt, 6,2 Prozent aul den Gesundheitsschutz entfallen, so ist das eine im besten Sinne rentable [n- \ estition, denn n u r y e s u n d e M e n s eben u n d vor all e m e i n e s u n d e r N a c h w u c h s w e rd e u unsere Position in E r e z I s r a e 1 b e I es t ige n u n d u n er s c h ü tterlich gestalten. Kaffeehausterrasse in Jerusalem Lr'tfassäule in TcUAvh KALENDARIÜM;!. Feber 1934: 18 Schewat ,Sal>l>at Jithro. Sabbathbeginn 4 30. 17. Feber 1934: 2. Adar, Sahhai Terumah und HafsaJkah, 10 Fol,t-r 1934: 25 Schewat Sabbat Misi lipalien und Sahhat Sabbatbegiim 4.50, Sthekaüm. Sabbatbepinn 4.40. Finsegnunfj des Neu¬ 24. Feher 1934: 9. Adar, Sabbat Tez.awc i und Sabbat mondes. Sachor, Sabbatbeginn 5.10. 15 Feber 1934: 30 Schewat. 1. Neumondstag. 20. Feber 1934: 13. Adar Fasten Esther. Iii Feher li)34: 1. Adar, 2. Neumondstag i. \lär/. 1084: 14. Adar, 'urim. 2. März 1934: 15. Adar, Schuschan Purim. 20