Wiener jüdisches Familienblatt
- Journal
- Wiener jüdisches Familienblatt
- Volume
- 2 (1934)
- Issue
- 4 (15. Februar 1934)
- Date
- 1934-02-15
- Page
- Seite 19 (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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hygiene geübt wird, daß andernteils die Vorteile z w e c k m ä ß i g e r Kr a n k e npf 1 ege alle i) B e v ö 1 k e r u n g s s c Ii i ch t e n v ö r h e - Ii a 1 t ] o s zugute k o m m e n. Nach dem vorhin Gesagten wird man sich nicht über die Mitteilung wundern, daß die Mandatarmacht sich um die Sozialhygiene noch wenig bekümmert hat. Die Gewerbeaufsicht und die Sozialpolitik Uberhaupt stecken noch in den Kinderschuhen. So vegetiert die ärmere arabische Bevölkerung unter den elendesten Umständen, von Trachom und Tuberkulose verfolgt. Wenn dagegen in jüdischen Betrieben Sauberkeit und Sicherheit, im jüdischen Lebensmittelhandel peinliche Reinlichkeit herrscht, das jüdische Wohnhaus sanitär einwandfrei ausgestattet ist, so ist all dies nicht von oben diktiert, sondern eine für Palästina ganz neue Errungenschaft zugunsten des jüdischen Arbeiters, Konsumenten und Mieters und, um im besonderen von der größten jüdischen Siedlung, von Tel-Aviv, ZU reden, das \ i i dienst der vorbildlich wirkenden städtischen Gesundheitsbehörde. Wenden wir uns den ebenfalls für die orientalische Umwelt verblüffend gesunden Lebensbedingungen im jüdischen Dorfe zu, so sei das nicht vergessen, was unsere ersten Pioniere einst aufopferungsvoll zur Assanierung der Malariaherde vollbracht haben. Wer finanziert den jüdischen Gesundheitsschutz zu dem /wecke, daß er allen seiner Bedürftigen zuteil wird, und daß dabei doch stets der Fortbestand der Sanitätseinrichtungen gesichert bleibt? Das zentrale Finanzorgan unserer Palästina- Siedlung, der Keren Hajessod, hat für öffentliche Gesundheitspflege und Sanitätswesen von 1021 bis 1933 im Ganzen 2**4.948 Pfund Sterling ausgegeben, wozu noch das kommt, was von der großen freiwilligen Krankenversicherung der jüdischen Arbeiterschaft, der „Kupath Cholim", \<>n den privaten Krankenversicherungen des jüdischen Mittelstandes, den jüdischen Kommunalbehörden Palästinas aufgebracht wird, außerdem von den beiden führenden jüdischen Frauenorganisationen für Palästina, der „Wizo" (Europa) und der „Hadassah" (Amerika). Mit all den Aufwendungen aus eigener Jüdischer Tasche vergleiche man, daß die Mandatsregierung zum jüdischen Gesundheitsschutz im letzten Finanzjahr nur ganze :57<><> Pfd. Strlg. an Betriebszuschüssen beigesteuert hat, daneben einmalig :*»>00 Pfd. Strlg. zur Erweiterung des Zentralkrankenhauses im Emek Jesreel. Lern aller P a r t ei p Q.Ii t ik wirken die maßgebenden Instanzen des jüdischen Gesundheitsschutzes in der praktischen Arbeit musterhaft zusammen. Die „Wizo" konzentriert den sanitären Teil ihrer vielseitigen Aktivität auf Säuglingspflege Und Kinder-Tagesheime. Die „Hadassah" erl'urim In Toi Aviv Aus dem Purini'Festzup Id