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Wiener jüdisches Familienblatt · 1934-02-15 · 4 (15. Februar 1934) · p. Seite 10

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Journal
Wiener jüdisches Familienblatt
Volume
2 (1934)
Issue
4 (15. Februar 1934)
Date
1934-02-15
Page
Seite 10 (sequence 12)
Language
German
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Deputierten dieser Stadt gewählt wurde, da konnte ich ihm kaum eine größere Freude bereiten, als durch eine Darstellung in unserem Zagreber jüdischen Wochenblatte, dem „Zidov", in welcher ich nachw ies, daß Schemaja Demajo von jener Märtyrerin in Ancona, der Senora de Majo abstammt. Aus den Schritten der großen Ra'bbinen Juda Lerma, Simha Koen und Josef Almosnino geht hervor, daß die \ erbindung zwischen Sephardim und Aschkenasim nie aufgehört hat. Wie sollte das auch anders sein? So finden wir unter den Beograder Rahbin en im Jahre 17 ö 4 Natan Ginzburg und anderthalb Jahrhunderte später den als Geschichtsforscher bekannten Dr. Simon Bernfeld. \\ eiters bringe ich noch die Titelseite eines im Jahre 1842 in der Beograder Staatsdruckerei gedruckten hebräischen Buches, Ehen kamen /.wischen Sephardim und Aschkenasim im Laufe der .Jahrhunderte häufig vor. Bei mehr als einem Viertel der Mitglieder der sephardisChen Gemeinde in Beograd konnte ich bei meinen Arbeiten über die Namen der jugoslawischen -luden solche Zusammenhänge linden. Dies trifft auch bei der Familie Dr. Theodor Her/l's zu: Seine Urgroßmutter war die Tochter des sephardisehen Rabbiners Juda .Jeruham. Daneben besteht noCh eine Verbindung mit der sephardisehen Familie Susim. Es gibt auch viele sephardische Familien, vornehmlich in der Tschechoslowakei und in W ien, die ihre Herkunft von Mamillen oder von spanischen Exulanten ableiten. Ich weiß aus meiner eigenen Familiengeschichte, wie stolz, man darauf war, daß der Großvater mütterlicherseits von Diego d'Aguillar, dem Gründer der sephardisehen Gemeinde in Temesvar und Wien allst am mt. beber die hervorragenden Männer der Beograder Judenheit ließe sich wohl viel schreiben. Weiland Dr. Dax id Alkalay, der Präsident des jugoslawischen Zionistenbundes und Freund Dr. Theodor Herzl's, legte wie das Bild zeigt mit König Peter dem Befreier den Grundstein zur neuen Synagoge „Bet Jisrael". In dieser .Synagoge sprachen Nach um Sokolpw und Menachem Ussischkin. Niemand liel es ein, dagegen Protest zu erheben, denn Zionismus und Patriotismus für den heimatlichen Staat sind Begriffe, die sich keineswegs widersprechen, sondern ergänzen. Wie erhebend sind die Worte, die der vormalige serbische Minister des Aenßeren, Mi lenk o Vesnic, als Führer der serbischen Kriegmission in Amerika im Dezember 1917 an Dr. David A I b a 1 a sehrieb: ..Mit Bedauern werden wir jeden einzelnen unserer jüdischen .Mitbürger scheiden sehen, der 10 König Peter, <ler Befreier, und Dr. David Alkalav bei der Grundsteinlegung zur neuen Synagoge in Beograd in sein gelobtes Land zurückkehrt. Einen Trost birgt für uns aber die Hoffnung, daß Sie unsere Brüder bleiben werden, daß Sie uns ein gut Teil Ihrer Herzen zurücklassen, und daß dies das stärkste Band sein wird zwischen dem freien Israel und Serbien." In jenen 'Tagen zog die jüdische Legion für Palästina Dr. David Albala an deren Spitze durch die Straßen New Yorks. Di-. Isak Alkalay hielt damals in .Amerika eine Versammlung nach der anderen ab. Er sprach zu den Juden, zu den Zionisten. Dr. Isak Alkalay war es auch vergönnt gewesen, im Jahre 1913 den damaligen Kronprinzen Dr. Isak Alkalay begrüßt namens der Beograder Jüd. Kultusgemeinde den Kronprinzen Alexander bei seinem Einzug in Beogr.id

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