Wiener jüdisches Familienblatt
- Journal
- Wiener jüdisches Familienblatt
- Volume
- 2 (1934)
- Issue
- 4 (15. Februar 1934)
- Date
- 1934-02-15
- Page
- Seite 7 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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luden wissen wollen, Maribor aufsuchen, so weiden sie schon von weitem den alten Stadtturin erblicken, der einstmals der Judentum! war. Hier Maribor, Judentum] aus dem 13. Jahrhundert befand sielt die große Synagoge, hier in Maribor wirkten und lehrten [sserlein ben Aron (Israel aus Krems), der nach Graetz mit dem Meister Israel identisch ist, den Rupprecht von der Pfalz 1407 zum Oberrabbiner von ganz Deutschland bestell! hat; dann dessen l renkel, der berühmte Rabbi Isserlein ben Petaehja. Sehr umfangreiches Material aus der Geschichte ehr Mariborer .luden harrt noch der Bearbeitung und Veröffentlichung, Doch nun zurück ZU Split! Dort gab es neben sephardisehen noch lcvantinisehe .luden aus dem griechischen Sprachgebiete, pontkiische .luden aus Italien und Frankreich und askenasische aus den I-ändern deutscher Zunge. Nach einigen Generalionen hatte indessen die ganze Gemeinde den sephardisehen Ritus angenommen. So w ie die angesehensten dieser zugewanderten .luden in ihrer früheren Heimat die Führer ihrer Gemeinden gewesen waren, so wurden sie auch in Split zu konsulen der hebräischen Nation. Daniel Rodriguez erbaute das große Lazarett. Ihm halte es Split zu vierdanken, daß es zu einem großen Handelsemporium aulblühte. Auch der beiden jüdischen Aerzte Salomon Tobie und Girolamo Melamed sei hier Krwähnung getan. Sie spielten in der Geschichte dieser Stadt eine große Rolle. Auch späterhin gab es eine ständige Zuwanderung von .luden aus dem Westen und Osten. Der Spliter jüdische Friedhof auf der Halbinsel Marjan mit seinem Ausblick aul das Meer ist wohl einer der schönsten der Welt. Aus der reichen Bildersammlung, die mir zur Verfügung steht, sei liier nur eine Aufnahme der Rabbinergräber gebracht. Split, Jüdisdier Friedhof, Gräber der Rabbinen 7