Wiener jüdisches Familienblatt
- Journal
- Wiener jüdisches Familienblatt
- Volume
- 2 (1934)
- Issue
- 3 (Jänner 1934)
- Date
- 1934-01-01
- Page
- Seite 2 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/8245601-8695753-8695754--012-8245610- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Der Weg zur kantoralen Musik steh! offen. Denn hier ist noch viel zu schaffen: Das jüdische betende Publikum muß wollen und neue Gesangsweisen werden von selbst Batstehen. Jüdische Bücher, gickhgiltig in welcher Sprache (Mordcchai. der große Jude und Keller seines Volkes beherrschte nach der Sage 70 Sprachen), müssen wieder unsere Freunde und unsere Lehrer werden. Durch ihren großartigen (iedankenring gefördert und belehrt, werden wir uns gerne den Ideen der jüdischen Religion unterwerfen. Von der jüdischen Theorie zur Welt der Taten im I lause, in der jüdischen Familie, in der jüdischen Kindererziehung, fuhrt ein kurzer, grader Weg. Die Liebe zum jüdischen Heime, zur jüdischen Familie ist der Vorhole eines jüdischen Frühlings. Die jüdische Häuslichkeit umschließt den -luden eng und warm, wenn sie ihn auch isoliert. Vom Kampf und der Anstrengung sabbatlich ruhend und sich sammelnd, zieht sich der Jude in sein jüdisches Heim zurück. Die Religion ist die jüdische Tradition der Jahrtausende; an ihrer zielbew ußten und folgerichtigen Entwicklung v ar einst unser ganzes Volk beteiligt. Gerade heute benötigen Air eine Beteiligung des ganzen Jüdischen Volkes. Ein jeder versuche, je nach seinen seelischen Mitteln, sich dem Ide le der jüdischen Religiosität zu nähern. Ist diese Aufg he an diesem Funkte befriedigend gelöst, so wird die Lösung der anderen Fragen unseres materiellen und gl sellschaftlichen Daseins erfolgreich versucht werden können. Unsere Parole für die nächste Zukunft, der Weg vom Wunsche zu seiner Erfüllung, sei durch die Wort' gekennzeichnet: Mehr Religiosität. Ilaktidacium JANNKR 1934: TKBRTH, SCH H W AT 5694 (i. Jänner [934: 19 Tebeth, Sabbat Schemoth, Säbbatbeginn 4.05. 13. Jänner 1934: 26 Tebeth, Sabbal Waera, Sabbatbeginn 4.15, Neumondverkündigung. 17. Jänner 1934: Neumond Schewal 5694. 20. Jänner 1934: 4 Schewat, Sabbal Bö, Sahhat beginn 4.30. 27. Jänner 1934: 11 Schewat, Sabbat Beschalach und Sahhai Schirah. Sabbatbeginn 4.40. 31. Jänner 1934: 15 Schewat ( hamiseha Assar Beschewat nach Vlischna Roseh Haschana der Jahresanfang für die Berechnung des Zehent von den Baumfrüchten, eine Feier des ans den Winterschlafe erwachenden pflanzlichen Lebens. Es ist ein Familien- und Kinderfest, an dem die jüdischen Kinder Südfrüchte v ieler Arten erhalten, wodurch auch die Verbundenheit mit Palästina, dem Lande der Orangen, Feigen und Mandeln symbolisiert wird. In Palästina besteht seit Neuestem der Brauch, daß die Kinder zum Baumfeste ein Bäumehen pflanzen. Predigten am Freitagabend in allen Tempeln der Gemeinde und der Vereine, jeden Samstag um 3 Lllir nachmittags Jugendgottesdienst in allen Tempeln. 2