Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- IV (1908)
- Issue
- 12 (6.11.1908)
- Date
- 1908-11-06
- Page
- Seite 99 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/8295971-4781796-8238409--748-8190358- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
No. 12 LITERATURBLATT 99 bei den Katholiken 24,7 bei den Juden 17,9 bei den iibr. Konfess. 24,6 so ergibt sich hieraus die Vermehrung, dass auch dort bei den Juden die künstliche Säuglingsernährung in Aufnahme gekommen ist. Ob diese Verwertung zu Recht besteht, Hesse sich nur durch eine direkte Säuglingszählung, wie solche z. B. für Barmen vorgenommen wurde, feststellen. Jedenfalls ist die Sorgfalt gegenüber, den künstlich ernährten Säuglingen nicht im entferntesten von solcher Bedeutung für die Zukunft der Juden, als das Vorhandensein weniger, aber ausreichend gestillter Kinder. Eisenstädt. Literaturbericht Liturgische Gesänge für Synagoge, Schule u 11 d Maus, herausgegeben von J. Tennenbaum. Erste Abteilung׳: Für Freitagabend und Sonnabend. Stuttgart: J. B. Metzlersche Buchhandlung (1908), TJreis 0,60 Mark. Die einfachen Melodien, die uns hier gesammelt gegeben werden, und die zum allergeringsten Teile vom Herausgeber selbst herrühren, sind recht gut geeignet, für Gesänge in Gemeinde, Schule und Elaus. Das so bescheiden auftretende Buch, das darin so weit geht, sogar! gegen alle Gewohnheit im Preise bescheiden zu sein, ist sehr wohl imstande, einem oft gehegten Bedürfnis zu genügen. Man kann ihm nur weite Verbreitung wünschen. Einsames Land. Erzählungen und Stimmungsbilder von Dr. Wilhelm Münz, Rabbiner in Gleiwitz. Frankfurt a. M.: J. Kauffmann 1907. 119 S. 8°, Preis geheftet 2,50 Mark, elegant gebunden 3,50 Mark. Ein merkwürdig vielseitiger Mensch, dieser Dr. Münz, der uns hier nun auch als Verfasser von Geschichten und Stimmungsbildern■ entgcgentritt. Freilich liegt hier kaum seine stärkste Seite. Namentlich die Stimmungsbilder sind nicht immer imstande, die Stimmung zu wecken, die der Verfasser hervorrufen möchte. Aber es sind doch dort auch einige Erzählungen, die durchaus zu dem gehören, was übe!־ das Mittelmass hinausgeht. Und das ist um so anerkennenswerter, als wir auf diesem Gebiete ja meist gar nichts oder nur sehr Schlechtes haben. Ein wenig zu phantastisch und doch nicht mit allzuviel Phantasie sind die Erzählungen, die Münz am liebsten an Ted und Begräbnisplatz anlehnt. Ob gerade Kinder, deren Ton wo'111 getroffen werden sollte, oder gar die Barmizwahjugend an den Erzählungen viel Geschmack finden wird., bezweifeln wir. Aber: In bonis voluisse sat est. Und einige Stücke sind wirklich ganz gut. El . . m. Notizen ' Die neueste Nummer der Zeitschrift PALÄSTINA bringt als Leitartikel ״Zur Theorie der Kolonisation von Franz Oppenheimer. Es folgen sodann: Abraham Kanter: Aussichten und Aufgaben der Arbeiter-Genossenschaftsbewegung in Palästina: Prof. Dr. G. Schweinfurth: Die Kultur des IJrweizens von Palästina: Pästoj O. Eberhard!: Die kolonisatorische Arbeit in Palästina, Die Auswanderungsbeweg’ung \nach;Pa- ׳ .;'*b ■W .«&׳■׳ lästina bis zum 30. Juni 1908, Die Chalnkah, Jahresbericht der Pekidim und Amarkalim, Missionstätigkeit des Franziskanerordens im Hl. Lande, Aus den Hauptstädten, Alis den Kolonien, Aus der Türkei, Allerlei. Berichtigung. In einer kleinen als Privatdruck erschienenen Gratulationsschrift für 'einen siebzigjährigen Freund habe