Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- IV (1908)
- Issue
- 5 (22.5.1908)
- Date
- 1908-05-22
- Page
- Seite 38 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/8295971-4781796-8238402--680-8190297- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
38 LITERATURBLATT No. 5 solche Stimmung in dem vortrefflichen Buche, dass man über alle diese Mängel, über; das wunderliche Gemisch von sefardisch und hochdeutsch gemachtem Hebräisch und Jiidischdeutsch — Taitsch mit Passachen — hiewegliest, weil der Inhalt fesselt und nicht loslässt. Man darf nach diesen Leistungen, von denen uns manche bereits bekannt waren, dem Dichter Rathblum eine Zukunft Voraussagen. Das Buch sollte gekauft werden. ss . . m. Blumenthal, Hermann, Der Weg der Jugend. II. Band: Knabenalter. Verlag: Marquardt & Go׳., Verlagsanstailt, G. m. b.H., in Berlin W. 50. Preis broschiert 3 Mark, gebunden 4 Mark. Von dem Romane ״Der Weg der Jugend“, dessen erster Band: -״Kindheitstage“ einen grossen Erfolg aufzuweisen: hatte, erscheint soeben der zweite Band im Verlage' von Marquardt & Co., Berlin W. 50. betitelt ״Knabenalter“. Wir bringen in kurzem eine ausführliche Besprechung des Buches. Die Zeitschrift PALÄSTINA, die Fortsetzung von Soskins und Warburgs ALTNEULAND erscheint seit April dieses Jahres unter der Redaktion von Felix T h e i 1 h a b e r in München. Pettenkof er- Strasse 25. Es wäre wünschenswert, wenn die neue. Redaktion die gleiche Unterstützung und ähnliches Wohlwollen finden würde, wie der vortrefflichen Zeitschrift unter den früheren Schriftleitungen zuteil geworden ist. Das Jahresabonnement kostet im, Reich und in Österreich- Ungarn 2,50 Mark, im Auslande 3 Mark. Notizen Eine neue jüdische Kultus-Kunst- Ausstellung. Die Gesellschaft zur Erforschung jüdischer Kunst- ■denkmälet zu Frankfurt a. M. veranstaltet im Kunstge-! werbe-Museum zu Düsseid o r f eine Ausstellung von jüdischen Bauten und K u 1 - tusgegenständen. Die Ausstellung wurde am 3. Mai eröffnet und bleibt bis zum 15. Juni offen. Die reichhaltigen Kollektionen der Gesellschaft befinden sich bekanntlieh im Kunstgewerbe-Museum zu Düsseldorf unter der Aufsicht des rühmlichst bekannten Kunstkenners, des Herrn Direktors Frauberger, der die Gesellschaft geschaffen hat und als Vorsitzender des Arbeitsaus- Schusses fungiert. ' ’ Die Ausstellung hat den genauen und bestimmten Charakter einer jü3isehen Kultus-Runst-Ausstel! ung und dürfte in den weitesten Kreisen aller Wissensbegierigen lebhaftes Interesse wachrufen. Zum erstenmal wird die Gelegenheit geboten, in bequem zugänglicher Weise ordnungsgemäss und mit genügenden Erklärungen der grossen Oeffentlichkeit eine Sammlung näherzu rücken, die sowohl als Archiv wie als Museum wahre Schätze von Denkmälern, die das jüdische religiöse Leben veranschaulichen, enthält, Die Ausstellung wird in den grossen hellen Räumen des Künstlewerbe-Museums zu Düsseldorf einen würdigen Platz finden. Herr Direktor Frauberger, der viele Jahre emsigen Schaffens und liebevoller Hingebung der Schaffung dieser schönen Institution gewidmet hat', hat auch die Vorbereitungen für die Ausstellung getroffen. Eine Synagoge aus dem 15־ Jahrhundert. In Budweis wurde eine äusserst interessante Entdeckung anlässlich der Demolierung' des Hauses No. 17 in der Sterneckgasse gemacht. Dort wurden nämlich, obwohl beschädigt, trotzdem deutlich erkennbare Ü’b e r -