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Jüdische Rundschau · 1907-11-15 · 17 (15.11.1907) · p. Seite 139

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
III (1907)
Issue
17 (15.11.1907)
Date
1907-11-15
Page
Seite 139 (sequence 3)
Language
German
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No. 17 LITERATURBLATT 139 Dinge wie ein Jude, bezahle wie ein Christ, sagt der Litauer; Ein echter Jude niemals isst. Solang’ du nicht von ihm betrogen bist; der Wallache; Wo viel Juden, da viel Diebe, der Deutsche; Der Jude betrügt, auch wenn er betet; der Klein russe; und Der Jude hat den Betrug nicht gelernt, sondern mit auf die Welt gebracht, der C z e c h e. Der Russe behauptet sogar: Ein Jude ist imstande, sich selbst zu betrügen, wenn ihm gerade ein Betrug einfällt, indem er erklärend hinzufügt: Wir haben die Läuse auf dem Kopfe, der Jude hat sie im Herzen. Darum heisst es im Polnischen: Wenn der Hund schläft, der Jude schwört, der Trunkenbold betet und das Weib weint, ist nicht zu trauen; imVenetianischen: Einer Frau, die weilnt, einem Pferde, das schwitzt, und einem Juden, der schwört, glaube nicht, oder: Judeneid, Klarheit in der Nacht und Frauentränen sind keinen Heller wert; ' im Mai 1 ändischen: Bosheit erster Sorte mit Quasten und Franzen, Ein Wolf, der schläft, ein Jude, der schwört, und eine Frau, dile weint, und im Russischen: Betrüge den Juden, so küsst er dich; küsse den Juden, so betrügt er dich. Denn, wie der Russe weise bemerkt: ׳ Sie, die Juden, sprechen wohl vom Sinai!, aber sie denken nicht an Moses, ausser in der Bedeutung von ״Geld.“ Biete dem Juden tausend Rubel für sein Weib, er bittet noch um einen mehr und übergibt dir'auch seine Tochter. Wenn die Kuhmilch ihn Preise steigt, trinkt der Jude die Milch seines Weibes; und: Gib dem Juden einen Rubel, er frisst ein ganz Säulein, fährt der Russe fort, um seine Klagen über die Juden mit den Sprüchen zu schliessen: Nichts beklagt ein Jude mehr, als dass er die Vorhaut hat geben müssen; und: -■״ - ■'׳ Wenn der Jude umsonst zum Stricke kommen kann, lässt er sich henken. Auch der Pole spricht: Wenn man dem Juden die Vorhaut nicht nähm e» geben würde er sie nicht, /'־׳-■y: ־'; yyy und selbst der Araber erzählt: : Ein Jude fand Fleisch zu einem Spottpreise, — ״es stinkt“, sagte er, — weil er es noch zu teuer fand; \ und wie letzterer den,Juden für undienstfertig hält, indem er sagt: Sie bedurften des Juden. —״ ־dieser Tag“ sprach er, ״ist mein Festtag“, so steht er bei! dem Polen in dem Rufe der Feigheit, indem dieser

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