Mannheim
Compact Memory

Jüdische Rundschau · 1907-10-25 · 16 (25.10.1907) · p. Seite 131

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Rundschau
Volume
III (1907)
Issue
16 (25.10.1907)
Date
1907-10-25
Page
Seite 131 (sequence 3)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
98% known words query
IRI
…/8295971-9046061-8238392--590-8190208
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

No. 16 LITERATURBLATT 131 wterden. — Endlich wollen wir dem Wunsche auf gründliche Verbesserung de,s Kartenmaterials Ausdruck geben. Zu einem solchen Buche gehören einige gute und moderne Karten, während z. B. die Anfangsskizze, auf der die Lage der jüdischen Kolonien in dankenswerter Weise, zur Anschauung gebracht ist, von einer kindlichen Unbeholfenheit ist. Jedoch alle diese Ausstellungen betreffen, wie man sieht, Einzelheiten, die leicht in einer nächsten Auflage zu korrigieren sind. Alles in allem aber sollten wir dem Herausgeber dankbar sein für ,seine Arbeit, die eine Pionierarbeit ist. Die Verbreitung der Kenntnis Palästinas durch ein solches Buch ist einer der nützlichsten und notwendigsten Vorarbeiten, die wir zu leisten haben. Wenn vor allem diejenigen, die heute das erwünschteste Ein- Wanderungselement für Palästina bilden, die selbständigen Gewerbetreibenden, Landwirte und Unternehmer grösseren Stils durch dieses Buch veranlasst werden, ihr Auge auf Palästina zu richten, dann erfüllt das Palästina-Handbuch eine wahrhaft jüdische Kulturmission. Dr. Elias Auerbach. Die 30. Jahresversammlung des Deutschen Palästina-Vereins in Basel. Im Anschluss an den Kongress der deutschen Philologen und Schulmänner, der vom 23. bis 28. September in Basel tagte, fand am 25. September die überaus zahlreich besuchte Versammlung des Deutschen Palästina-Vereins statt, zu welchem Prof, von O r e 11 i alle sich dafür interessierenden Kreise Basels besonders eingeladen hatte. /!Prof. Dr. Kautz sch -Halle eröffnete die Versammlung mit einem geschichtlichen Rückblick. Vor 30 Jahren ist der Verein, der längst ein Bedürfnis gewesen, durch Rektor Zimmermann und Prof. S o c i n, die beide nicht mehr dem Reich der Lebenden angehören, in Basel gegründet worden. Der Verein hat durch seine Forschungen, die in seinen periodisch erscheinenden Publikationen niedergelegt sind, unendlich viel zur Erforschung des Heiligen Landes und besonders der Topographie von Jerusalem beigetragen. Ein Glanzpunkt unter seinen Leistungen war die Auffindung der Siloah-Inschrift, die aus der Zeit des Propheten Jesaja stammt. — Hieraus hielt Prof. F. F u r r e r von Zürich einen hochinteressanten Vortrag über den Wert der Palästinakunde für das Verständnis der Bibel. Von besonderer Wirkung war der. zweite Vortrag des Abends, den Prof. Dr. Steuernagel -Halle über die Ausgrabungen des Deutschen Palästina-Vereins an der Stelle des alten M e gi d d o, des heutigen Tel- Mut s e 11 i m, hielt. Es handelte sich um einen Hügel, der 350 Meter lang und 250 Meter breit ist. Der Bauschutt bedeckt den Felsen in einer Höhe von 10—27 Meter. Wie beim alten Troja eine Burg auf den Ruinen einer anderen gebaut worden ist, so scheint es auch hier geschehen zu sein. Ruinen aus den verschiedensten Zeiten Sind hier übereinander geschichtet, die zum Teil vier Jahrtausende alt sind. Durch die Ausgrabungen wurden die Trümmer eines Palastes biosgelegt, der aus der Zeit des Königs Salomon stammen dürfte, welcher nach dem Berichte des Buches der Könige einen Statthalter in Megiddo hatte. Auch zwei Toten-

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.