Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- III (1907)
- Issue
- 11 (5.7.1907)
- Date
- 1907-07-05
- Page
- Seite 94 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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«׳* LITERATURBLATT No. 11 beerdigten Isaak Geldern, Sohnes des Josel' Geldern. Isaak Geldern, der in der Inschrift als sehr gelehrt bezeichnet wird, gehörte der berühmten Familie Geldern an, aus der Heinrich Heines Mutter, eine geborene van Geldern, stammte, und war ein Grossonkel des Dichters von mütterlichen Seite. An der Fundstelle befand sich früher der älteste Friedrhof der jiid׳' sehen Gemeinde Düsseldorf, der bis zum Jahre 1788 bestand. Alsdann wurde das Gelände bebaut. Schon im Jahre 1884 wurden hier eine Anzahl gut erhaltener jüdischer Grabsteine bei Kanalisationsarbeiten ausgegraben, so unter anderen der der Frau Dr. van Geldern, geb. Bock, der Grossmutter von Heinrich Heine. Der neuerdings gefundene Grabstein wurde nach dem jüdischen Friedhof übergeführt. Breslauer Ferienkurse in Religionswissenschaften für jüdische Lehrer. In den Tagen vom 5. bis 19. Juli wird in Breslau ein Ferienkursus in Religionswssenschaften für jüdische Lehrer abgehalten werden. Wir geben nachstehend folgenden festgesetzten Studienplan zu allgemeiner Kenntnis: Es wird lesen: 1. Mischna: Seminarrabbin. Prof. Dr. Levy (8 Vork). 2. Exegese (Genesis, Kap. 5—11), Doz. Dr. Brann (6 Vork), 3. Religionsphilosophie (Bachja Ihn Pakuda: Herzenpflichten): Doz. Dr. Horovitz (4 Vork)), 4. Gelchichte, Geschichte der deutschen Juden von 1350—1500: Doz. Dr. Brann (4 Vork), 5. Methodik 11. Didaktik des hebr. Unterrichts: Doz,. Dr. Brann (ZVorh), 6. Midrasch (im Anschluss homilet. Übungen): Doz. Dr. Horovitz (4 Vork), 7. Halacha des Achtzehngebetes: Rabb. Dr. Zuckermandel (6 Vork), 8. Apologetik: Abwehr *von Angriffen gegen das Judentum: Rabb. Dr. Deutsch (4 Vork), Für Kantoren: Stimmbildung etc. in noch festzusetzenden Stunden (Chordirigent Elsner). Eine Bereicherung hat der Studienplan letzthin noch dadurch erfahren, dass Herr Dr. rned. Sandler sich bereit erklärte, auf Grund eigener Anschauung 4—6 Vorlesungen zu halten. Die Art der Zusammenstellung der Vorlesungen ddiirfte wohl den weitesten Ansprüchen der jüdischen Lehrerschaft genügen. Bemerkt sei, dass der Kursus kostenlos ist und die Wahl der Vorlesungen jedem Teilnehmer freisteht. Meldungen zur Teilnahme sind dan Lehrer Moops, Breslau VII. Sadowastr. 69, zu richten, der sich zu weiteren Auskünften gern bereit erklärt. Jüdische Nationalbibliothek. Fräulein Ella W 0 1 f f, Frankfurt a. 0.. Gr. Scharrnstr. 53, übersandte dem Zentralbureau für die Z. V. f. D. für die ״J ii d i s c h e Nationalbibliothek“ eine Kiste mit Büchern, die die Bücher des jetzt aufgelösten ״Zionistischen Zirkels“ Frankfurt a. O. enthält. In der Kiste waren ■enthalten: L Herzl: Altneuland. 2 Max N 0 r d a. u: Dr. Kehn. 3. Zangwill: Der König der Schnorrer. 4. K 0 11 g r e s s ס r 0 t 0 k 0 11 e des L lk, 111 ׳., IV. V.. VI. u. VII. Kongresses. 5. Gutzkow: Uriel Akosta. 6. Martin F r i e d 1 ä n der: Familie Hirschwald. 7. Herzl: Feuilletons I. u. II, 8. Sapir: Der Zionismus. 9. Herzl: Das neue Ghetto. 10. Junge Harfen. D Friede man 11 und Struck: Reisebilder durch Palästina.