Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- III (1907)
- Issue
- 3 (25.1.1907)
- Date
- 1907-01-25
- Page
- Seite 22 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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LITCRATURBLATf M Kriege nur wenig Geld flüssig zu machen war, ein grosser Teil des 0mnd und Bodens bald mit Schulden an Juden überlastet war, In dieser Notlage griff der Kaiser ein. Er stellte der Sektion Gesetzgebung durch einen Erlass vom 6. März 1806 die Aufgabe, zw untersuchet?: 1״. ob es nicht angemessen sei, zu erklären, dass alle Hypohfeeken, die den Wucher treibenden Juden gehören, null und nichtig sind; :t :■׳ 2. dass sie zehn Jahre unfähig sein sollen, auf Hypothek zu leihen; 3. dass vom 1• Januar ,1807 an die Juden, die kein Eigentum besitzen, gehalten sein sollen, sich ein Patent geben zu lassen und dass sie die bürgerlichen Rechte nicht gemessen sollen. Alle diese Gesetze können ganz insbesondere auf die seit zehn Jahren aus Polen oder Deutschland eingewanderten Juden angewendet w׳erde!1.“ Inzwischen ruhten die Feinde der Freiheit nicht, im Verein mit Üen Wortführern katholisch-kirchlicher Reaktion, gegen die Juden zu wühlen. Und Fontane, Chateaubriand und Berald fanden ihren Bundesgenossen im Staatsrat selbst an dem judenfeindlichen Mole, in dessen Adern jüdisches Blut floss! Bei der Beratung der Judenfrage, welche auf Befehl Napoleons stattfand, forderte dieser nichts weniger als die Vernichtung der gesetzlich anerkannten Gieichstellung der Juden. Die Mehrheit der Räte trat ihm entgegen. Am 30, Mai verhandelte der Staatsrat nochmals und zwar unter dem Vorsitze Napoleons über die Angelegenheit. Von dieser Sitzung hing das WohFund Wehe der Juden ab. (Fortsetzung folgt.) Literaturbericht Der Volksverächter. Roman von Hans Eschelbach. Berlin-Köln- Leipzig. Verlag W. Albert Ahn 1906. 680 S. 8°. Die Makkabäerzeit ladet durch ihre grossartige Geschichtsentwnicklung geradezu den Dichter ein, sie als grossen historischen Roman darzustellen. von Kindern, oder sechs Paare gehabt hätte;, und so fort. Die zehnte Generation bestand alsdann aus zwei Milliarden. 480 Millionen, 64 Tausend, 704 Individuen. Aber die der zehnten vorausgehende Generation und wenigstens die weiter hinaufsteigende lebten zu gleicher Zeit. Welche ungeheure Menge von Zahlen wäre erst dann herausgekomimen! Dabei kann man nun kiihn die Anzahl der Kinder vermindern, und nach Belieben die Ste! befalle, die Zufälle, de Epidemien usw. berechnen. Immer wird aber jede Rechnung dahin führen, zu zeigen, dass die Angabe des Moses nicht zu widerlegen ist.“