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Jüdische Rundschau · 1907-01-11 · 1 (11.1.1907) · p. Seite 7

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
III (1907)
Issue
1 (11.1.1907)
Date
1907-01-11
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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No. 1 LITERATURBLATT 7 im 19. Jahrhundert n. Chr. zwischen 12,7 bis 13,4 Gr. Anfänglich i;st Gold billiger als Silber. In der Mitte des 17. Jahrhunderts ist aber der Wert des Silbers nur noch halb ׳so gross wie der des Goldes. In׳ den Priester־ rechnungen werden 5 Silberringe, 3 Goldringen ghichgesetzt. Hebern dem Silber bedient'man sich auch des zugewogenen Kupfers. So findet man in einer Priesterrechnung 119 Debben Kupfer verzeichnet (1 Bebbe, das ägyptische Pfund 91 Gr.), die ein Ochse kosten sollte. Der grösst© Teil dies Preises wird durch Tauschhandel — u. a. erhält der Verkäufer einen hölzernen Sarg — beglichen; nur 5 Debben Kupfer werden wirklieh verabfolgt. Schon frühzeitig musste sich ein lebhafter Aussenhandel entwickeln, da Aegypten die natürliche Brücke zwischen Asten und. Afrika bildet. Fuhr man den Nil aufwärts nach Süden, so kam man nach Nubien, wo die Aegypter zahreiche Goldbergwerke betrieben. Hundert Meilen von der ägyptischen Grenze lag der Sudan, der den vielbegehrten Weihrauch, Elfenbein, Ebenholz, Pantherfelle, die von den Damien als Schosstiere gebrauchten Affen lieferte. Von einer solchen Handelsexpedition, die um das Jahr 2500 von der Grenzstadt Assuan aus in das Innere des Landes ging und Pantherfelle, Weihrauch, Elfenbein heimbrachte, bei einem späteren Zuge auch noch Zwerge, die den Hof belustigten, haben wir genauere Kunde. Ebenso wissen wir Näheres von einem Zuge, der nach dem Sagenlande Pund im 17. Jahrhundert unternommen worden ist. Erst zog man durch die Wüste bis zur Mitte des Roten Meeres, baute hier Schiffe von 20 Meter Länge und fuhr nach Pund. Für Dolche, Beile, Halsketten tauschte man Myrrhen, wohlriechende Hölzer, Augenschminken, Pantherfelle und 31 lebende Weihrauchbäume ein. Ganz andere Formen nimmt der Verkehr nach Palästina und dem Mittelmeer ein. Im 20. Jahrhundert sind bereits über Kreta hinweg Handelsbeziehungen mit Griechenland angeknüpft. Palästina. das ursprünglich in Ger'ässen aus geformtem Ton Oel und Wein liefert, gewinnt im 16. Jahrhundert, wo es unter ägyptischer Herrschaft steht, einen grossen Einfluss auf das Niland, dessen Sprache und Religion mit kanaanitiischein Elementen durchsetzt wird. Prachtgefässe aus Silber und Gold, die als Schaugefäs-se dienen, Streit- und Lastwagen, Pferde werden jetzt aus Palästina eingeführt, dazu kommen aus Babylonien: Lauten, Schwerter, Mehl verschiedener Art. Oel und Wein, auch die Erzeugnisse der verschiedensten Länder, denn es ist zum Stapelplatz für ganz Kleinasien, Babylonien, Assyrien geworden. Aegypten gibt dagegen sein feines Linnen. Papyros, Fayencen, Perlen, Siegelsteime, Glas und Gold aus den nubischen Bergwerken. Auch Holz vom Libanon wird eifrig zu Schiff nach Aegypten geholt. Tragikomisch ging’s dabei einem gewissen be,n Ammun. der um das 11. Jahrhundert mit wenig Geld Holz zum Tempelbau holen sollte lieber die kostbaren Neuerwerbungen von Prof. Karl Schmidt für die Königl. Bibliothek in Berlin schreibt das ZENTRALBLATT FÜR BIBLIO- THEKSWESEN; Ausser ■einemsyro-palästinischen Lektionar, das namentlieh eine grössere Reihe Psalmen in dem von Jesus gesprochenen Dialekt enthält, und einem verhältnismässig gut erhaltenen Papyruskoidex der griechischen Genesis, wohl dem ältesten, bis jetzt bekannten Stück der Septuaginta, sind es Bruchstücke christlicher Literatur in a!ltnubischer Sprache, von der bisher wohl Nachrichten bei ausländischen Schriftstellern, aber kein einziger Text vorlag. Sie sind in einem dem koptischen ähnlichen Alphabet auf Pergament geschrieben, wahrscheinlich im 8. Jahrhundert, und gehören zwei verschiedenen Handschriften an. Die eine war eine Perikopen-Handschrift mit Texten aus den Evangelien und Episteln; der Inhalt der zweiten, ist wahrscheinlich ein Hymnus auf das Mysterium des Kreuzes. Die Entdeckung dieser, dem Inhalt nach verständlichen Reste der altnubischen Sprache wird die Möglichkeit bieten, die Inschriften des Reiches

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