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Jüdische Rundschau · 1906-11-30 · 25 (30.11.1906) · p. Seite 206

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
II.1906
Issue
25 (30.11.1906)
Date
1906-11-30
Page
Seite 206 (sequence 6)
Language
German
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206 LITERATURBLATT N0. 25 der Lebensweise, der Erwerbsverhältnisse, religiösen und profanen Bräuche, der Sitten und Unsitten zu beschränken, obgleich auch der übrige Inhalt der mehr als dreimal so umfangreichen Originalarbeit, die sich auch mit der inneren und äusseren Geschichte der persischen Juden, ihren rechtliehen Verhältnissen, dem Wirken der ״Alliance Israelite“ u. dgl. beschäftigt, verdiente, einem weiteren Leserkreise bekannt gemacht zu werden. Den Schluss des Heftes bildet die Bücher- und Zeitschriftenschau, kritische Referate!von Dr. S. Weissenberg. ALTNEULAND. Monatsschrift für die Wirtschaftliehe Erschliessung Palästinas. Herausgegeben von F. Oppenheimer, S. Soskin, O. Warburg, Berlin W. 15, Pfalzburgeistrasse 83. III. Jahrgang. Heft Nr. 9, September 1906: Inhalt: Dr. L. Sofer: Die Bekämpfung der Malaria. Davis Trietsch: Informationen über Cypern. Prof. Dr. G. Schweinfurth: Die Entdeckung des wilden Urweizens in Palästina. Dr. J. Thon: Pflanzungsverein ״Palästins“. Satzungen des Pflanzungsvereines ״Palästina“. Palästina und Nachbargebiete. ZEITSCHRIFT FÜR DEMOGRAPHIE UND STATISTIK DER JUDEN. Herausgegeben vom Bureau für Statistik der Juden, Berlin-Haleiisee, Westfälischestrasse 46. Redaktion: Dr. Arthur Ruppin, II. Jahrgang. Heft Nr. II, Nevernber 1906. Inhalt: Abhandlungen. 1. W. Smelianski, Jaffa: Die jüdische Bevölkerung in Jaffa. 2. Doktor Arthur Ruppin, Berlin: Ergebnisse der Volkszählung in Preussen. 3. A-rtiold Wadler, München: Die Juden in Serbien. 4. Dr. Jakob Thon, Berlin: Schulbesuch christlicher und jüdischer Kinder in Baden. II. S t a t i s t i - vS c 11 e s Archiv. Jahresbericht der Jewish Colonization. Die Zahl der Juden in Tripolis. Einwanderung von Juden in Argentinien. Austritte und Uebertritte zum Judentum in Deutschland im Jahre 1904. Notizen Die älteste Besiedelung Babyloniens In der soeben erschienenen definitiven Publikation der Ergebnisse der amerikanischen Ausgrabungen in Nippur (Ba'bylonian Expedition of the University Pennsylvania — Excavations at Nippur. Part I) gibt der Architekt Clarence S. Fischer eine Beschreibung der physikalischen Natur Babyloniens als Ganzes, für die die Archäologie von grösster Wichtigkeit ist. Fisher ist der Ansicht, dass der aus Kreide, Kalk und Sand bestehende Boden ein idealer Agrikulturuntergrund ist. So sei Babylonien die Heimat der Weizenpflanze und, wie das Athenaeum hinzufügt, der Dattelpalme geworden, also derjenigen beiden Produkte, die am meisten zur Zivilisation der Menschheit beigetragen haben. Lange hat man schon erkannt, dass Babylonien das Land ist, in dem die frühesten Erinnerungen an den im zivilisierten Zustand lebenden Menschen geblieben sind. Dazu bringt Fisher1 eine neue Hypothese; er führt nämlich aus, dass die meisten, wenn nicht alle babylonischen Städte, die wir als Binnenstädte anzusehen gewohnt waren, ursprünglich Seehäfen waren. Die fortgesetzten, auch jetzt nicht aufhörenden Anschwemmungen durch Flüsse wie Euphrat und Tigris haben solche Veränderungen hervorgebracht, dass Shirpurla oder Telloh, Sippar oder Fara ehemals, in der babylonischen Urzeit, gerade so gut am* Persischen Golf lagen wie Eridu und Ur-Kasdin. So könnte Berosus, der Priester des Marduktempels zu Babylon, um 275 di d. b. Z. zu neuen Ehren kommen, der erzählt, dass die frühesten Bewohner des Zweiströmelandes viel von ihrer Kultur vot1_Fremden empfingen, welche in Schiffen den Golf heraufgefahi en kamen. Fisher zeigt in bemerkenswerten Deduktionen, dlass diese Kultur von den Küsten des Persischen Golfs nach Norden aufstieg, dass

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