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Jüdische Rundschau · 1906-07-27 · 16 (27.7.1906) · p. Seite 133

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
II.1906
Issue
16 (27.7.1906)
Date
1906-07-27
Page
Seite 133 (sequence 5)
Language
German
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No. 1 b___L IT ERA T UR ß L ATT 1:53 tragen wurde. Dabei handelte es sich besonders darum, solche Räume herzustellem in denen durch die Kunst kirchliche St immun«: gegeben wird. Während die beiden Haupträume der besonderen ..Abteilung■ für Kirchenkunst“ der Darstellung einer evangelischen und einer katholischen Kirche gewidmet sind, befindet sich in einen! der kleinen Nebenräume eine Synagoge, der sich unser ganzes Interesse zuwendet. Die Anordnung des Raumes ist von dem in jüdischen Kunstkreisen wohlbekannten Direktor F r a u b e r g e r - Düsseldorf unter Mitwirkung der ״Gesellschaft zur Erforschung jüdischer Kunstdenkmäler. E. V.“ geschaffen. Es ist ein kleiner Raum, nach Art der portugiesischen Synagogen eiligerichtet, in denen nur dieStehnulte, nach Misrach zeigen, während die Sitz- Plätze sich ringsherum an den Seiten befinden. Das Almernor (bemah), das gleichzeitig als Platz für den Chazan benutzt werden so!! steht vor dem sehr hübsch ausgeführten Aron hakkodesch, neben welchem die Sessel fiii den Rabbiner und dem Gemeindevorstand angebracht sind. Die Holzarbeiten sind :in goldgelb gehaltenem Zypressenholz sehr geschmackvoll von den Schreinern Hermann Bovten-Düsseldorf, B. Ch. Koch-Di'isselodrf und A. H. Schipperger Söhne-Kleinenbroich ausgeführt. An den Wänden finden wir in schöner ornamentaler Schrift passende Bibel- und Talmudsprüche, an der einen Vorderwand das ganze Kaisergebet in hebräischer Sprache, wie denn auch alles in dieser Syn.agoe für den traditionellen Gottesdienst eingerichtet ist. Die üblichen Synagogenstickereien stammen von Frau Frauberger, der Vorsteherin der Düsseldorfer Kunststickereischule, der Thora-Schmuck ist von L a s i u s - Düsseldorf und K 0 c h - Düsseldorf In wundervoller Ausführung sind die verschiedenen Beleuchtungsgegenstände vorhanden, die Kronen aus Holz für elektrisches Licht von Theodor C o s s m a n n - Aachen, ein Chanukahieuchter aus Messing, ausgestellt von J. P a u f m a n n - Frankfurt a. M., ein Totenleuchter aus Eisen von Josef Feiler- Düsseldorf und last not least die ewige Lampe, entworfen und ausgefü'hrt von dem jungen Frankfurter Künstler Felix Horwitz, der uns durch die Abbildungen seiner Schöpfungen schon riihmlichst bekannt ist. Da die Ausstellung bis Ende Oktober dauert, sollte niemand, den sein Weg durch Dresden führt, versäumen, sich den Synagogenraum anzusehen, da ein Besuch sich wirklich lohnt. Dr. Br. Tannen w a 1 d - Harnburg. Literaturbericht Dr. M. Poppelauers Berliner VolkskSalender für Israeliten auf das Jahr 5667 (1907). Mit literarischen Notizen und einem Gedenkblatt ver sehen. Jarhgang 47־. Berlin: M. Poppelauer 1907. Der kleine Kalender ist ein alter Bekannter. Er hat sich in den 47 Jahren seines Erscheinens einen grossen Kreis von Freunden erworben, die keinen andern neben ihm dulden. Wir brauchen seine Vorzüge nicht zu nennen. Sie sind allen seinen Benutzern bekannt.

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