Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- II.1906
- Issue
- 15 (20.7.1906)
- Date
- 1906-07-20
- Page
- Seite 125 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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LITERATURBLATT No. 15 124 Unserer eigenhändigen Unterschrift und beigefügten geheimer Cantzlei- Secret.-Insiegels. So geschehen Mannheim, den 21. Novembris 1765. Carl Theodor Churfürst. Vt. Freyherr von Wachtendonck. Zur Geschichte von Akaba Ueb.er Akaba. am Nordende des gleichnamigen Meerbusens, wo die Türken den englischen Berichterstattern zufolge Verschanzungen aufwerfen, ist, den Geographen wenig bekannt. Einer der letzten Reisenden, der diese Stadt erwähnt, ist Lord Kischener. der als Hauptmann in der dortigen Gegend Vermessungen vornahm. Die Stadt wird schon in der Bibel genannt, allerdings unter einem anderen Namen. König David legte nach Besiegung der Edomiter eine Besatzung nach Elath — so hiess damals Akaba — und König Salomo baute tin Ezeois Geber — vermutlich Tabah, das neben Elath am Ufer des roten Meeres liegt — eine Flotte, die nach Ophir segelte und von dort einen Schatz vom 400 Talenten Gold zurückbrachte. Wo Ophir liegt, ob in Rhodesia oder anderswo, darüber streiten sich seit einiger Zeit zwei gelehrte englisch© Gesellschaften, doch nicht über die Lage von Ezeon Geber. Elath wird auch im rsten Kapitel des Koran genannt; denn dort wurden laut der von Abul-Fida erwähnten Ueberlieferung die Männer, die am heiligen Sabbath Fische fingen, in den Tagen des Königs David in Affen •verwandelt und vom Ostwind ins Meer geblasen. Bei Elath oder Ailla, wie vor der Zeit Davids die Ortschaft genannt wurde, soll auch eine Schlacht zwisehen’einem Pharao von Aegypten und den Heerschaaren eines hlmyaritischen Königs geschlagen worden sein, in welcher eine Hexe von Memphis zu Gunsten des ägyptischen Fürsten den Ausschlag gab. Doch nahm die kluge Frau dem Pharao uvor das feierliche Versprechen ab, dass er nach dem errungenen Sieg ihr jeden Wunsch erfüllen wr011e. Als sie das Wunder verrichtet und die Feinde durch Nebelphantcme in die Flucht geschlagen hatte, da bestand sie auf ihrer Heirat mit dem Sieger. Sie ist auch Frau Pharao geblieben, bis sie von einer Nebenbuhlerin durch Gift aus dem Wege geräumt wurde. Die pharaomsche Ueberlieferung knüpft sich auch an die Insel Dschezirat FiPaun^am Kopfende des Golfs von Akaba, da wo den neuesten Meldungen zufolge ein bririsches Kriegsschiff vor Anker gegangen ist und eine kleine ägyptische Besatzung liegt. Nach der Ansicht des berühmten Orientreisenden Sir Richard Burton, der auf seiner Suche nach Goldlagern den Meer־ busen befuhr, stammt der Name der Insel von Senafern, einem ägyptischen