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Jüdische Rundschau · 1905-11-24 · 18 (24.11.1905) · p. Seite 143

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
I (1905)
Issue
18 (24.11.1905)
Date
1905-11-24
Page
Seite 143 (sequence 7)
Language
German
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LITERATURBLATT 14S No.. 18 leicht durch ihre Flüssigkeit darüber, dass sie einen sehr tiefen Gedankeninhalt bat. Die: Einteilung: Gott, Welt, Bezehungem Gottes zur Welt, Seieile,, ermöglichte eine übersichtliche Darstellung'. Dagegen will es uns manchmal sächeinen, als ob der Verfasser״ der den philosophischen Stoff ausgiebig beherrscht, des Arabischen wenig kundig ist, Die Arbeit selbst brauchte freilich nicht darunter ziu leiden, da Munk als vollwichtige Quelle angesehen werden darf. Aber eine Aausserliehkeit wäre doch recht wünschenswert: Der Autor hätte sich einer wissenschaftlichen Transskription des Arabischen una Hebräischen bedienen sollen. Umschriften wie: Dor Dor we-Dorschow“, ,.Alt-Tebrizi“, ״,Berakoth“ neben ״Meghillä“, dieses neben .״Torah“ zeugen davon, dass der Autor der wissenschaftlichen Umschrift zu wenig Wert beimisst. Sehr dankbar dürfen wir für die beigefügte Bibliographie sein. Nur hätte bei Arbeiten, wie die von Holzer, Horwitz und Templer', angegeben werden sollen, dass es Dissertationen . sind, von denen diie; Templersche beispielsweise recht wenig Wert hat. Ausserdem wären von der langen Reihe von Dissertationen, die sich mit der Herausgabe von Maimums Mischnahkommentar beschäftigen, mehrere hier aufzuzählen gewesen. Im allgemeinenwird hier aber eine grosse׳ Liickte durch eine wertvolle, leicht gschnebeue und sorgfältig gearbeitete Leistung ausgefüllt. Sie wird mit Los ins Ethik des Maimonides und Horwitz’ Psychologie den wertvollsten Beitrag' zu einer Gesamtdarstellung der Maimunischen Philosophie, bilden. Levy, der sich bereits durch seine Schrift über di© Familie im biblischen Altertum vorteilhaft in die jüdische Wissenschaft eingeführt hat, hat sich mit seiner• neuerlichen SchrifTeineii daue r n die n Platz in unserer Wissenschaft gesichert. H. S W. AUzeiit Fremde von Luise׳ Algen staedt. Verlag Fr, Balm. Schwerin. Ein Tendenzroman von ergreifender Wirkung. Die Verfasserin ist zu bewundern, dass sie sich, als Christin, derart in die Seele des ewig heimwehkranken׳ Volkes hineindenken konnte, des Volkes, das von der einzigen, brennendem Sehnsucht ganz erfüllt ist, das Land der Väter — sein Heimatland — endlich wieder zu gewinnen. Mit packender Gewalt sind di-e Kämpfe des jungten William geschildert, der im Gegensatz zu seinem Vater, einem getreuem Zionisten, anfangs durchaus auf dem Standpunkt der Assimilation steht, bis er nach und nach durch eigene Erfahrungen, nachdem , er die Leiden seines armen, überall zurückgiesetzten . Volkes sieht, zum Zionismus geführt wird. Eregreifemd sind die seelischen Leiden Lianes dargestellt, die, ihren G1aube11 abstreifemd, sich zu Christum bekennt. In Luise Algenstaedt, der christlichem Pastortochter, hat der Zionismus eine tüchtige Stneiiterin gewonnen. Hugo Schildberger. Notizen Familiennamen der Juden Emen interessanten Beitrag zu dem Kapitel über diie jüdischen Familiennamen liefert die No. I der ״Berlinischen Naschrichten von Staats- und gelehrten Sachen” (jetzige: Vossiische Zeitung) aus dem Jahre 1813, die mir ,im Original vorliegt. Das Blatt, datiert Sonnabend, den 2. Januar 1813” enthält folgende Bekanntmachungen: Mit Bezug auf die in der Beilage zum heutigen Stück dieser Zeitung befindliche Annonce meines Vaters, habe :ich hiermit die Ehre, allen meinen Handlungs-Freunden und einem resp. Publikum ganz ergebenst anzuzeigen.

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