Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- X (1905)
- Issue
- 1 (14.4.1905)
- Date
- 1905-04-14
- Page
- [Seite 18] (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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LITERATURBLATT No. 1 כ Kindern jiach Palermo,, um sich hier mit ihren Brüdern zu vereinigen und gemeinsam den Weg in das Exil zu ziehen. Die Juden Siziliens Hessen für immer das Land, in dem sie geliebt und gearbeitet, die Erde, die dlie Asche ihrer Verstorbenen barg, der ihre Hingebung und ihre teuersten Erinnerungen galten, das Land endlich, das für sie ein Vaterland war, weil es sie wie seine Söhne aufgezogen, geliebt und beschützt hatte. Ein grausamer Despot, stark durch die Waffen seiner Schergen und den Schutz der römischen Kirche, strafte und verbannte die Unschuldigen. Und ein ganzes Volk, jenes sizilianische Volk, mit dem die Juden in brüderlicher Einigkeit Jahrhunderte lang gelebt hatten, sah vom Strande, von den Mauern, den Baikonen und sogar von den Dächern der Häuser weinend dem schmerzlichen Abzüge zu, indem es mit den teuren Verbannten die letzten Griisse austauschte. Dos klejne schiffele Wi es brousen, wi es kochen Of’n jam1) di wilde wellen, Ach, wu soll ijch mit mejn schiffet, Mit mein schiffele sijeh sch teilen? Wii! di!schturemwinden heilen, Wi sej pfejffen. wi sej Mosen! Ach, wi soll ijch .mit mejn schiff eil, Mit mejn schiffele sijeh losen? Wi di grojsse schiffen jogen, Wi sei hudsen2), wi! sej brimmen! Ach,, wi soll ijch mit mejn schiffel. Mit mejn schiffele do schwimmen! U11 iijch schtej bej'n br!eg;t) gebrochen, Vull mit wejtog4) un varlangen, Un ijch seh di grojsse schiffen, In dem breiten jam, dem langen. Un ijch seh di grojsse schiffen, Wi sei jogen, w!i!sej treiben, Un bej’n samdig breg un schtilien Mus ijch m׳it mein schiffe! bleiben. Abraham Reisen. י) Meer. -) schaukeln. :ז) Ufer. 4) Schmerz.