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Židovská ročenka pre Slovensko · 1940-01-01 · 5700 (1940) · p. Seite 186

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Židovská ročenka pre Slovensko
Volume
5700 (1940)
Date
1940-01-01
Page
Seite 186 (sequence 226)
Language
German
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Preßburger Judenrichter zu entwerfen vermochte und die Preßburger hebr. Geistesgeschichte durch die Judaica-Bibliothek festhalten konnte. Er schrieb auch in der „Geschichte der Stadt Preßburg" den Teil über das Preßburger Judentum und war Hauptmitarbeiter des Prachtwerkes „Juden und Judengemeinden Bratislava-Preßburg". Er hat mehr als 3000 Artikel zumeist in deutscher, dann ungarischer, englischer und yddischer, wenige in hebräischer Sprache geschrieben. Viele davon haben unvergänglichen Wert. Er gehört zu denjenigen, welche die Nachwelt besser als seine Zeitgenossen verstehen wird. # Dr. MICHAEL JOSEF EISLER Dr. Eisler, aus einer bekannten Hlohovecer Familie stammend, in der die Arbeit für das Judentum Tradition war, — schon sein Urgroßvater M. Josef Eisler gründete im Jahre 1830 die Talmud Thora-Schule und seinem Betreiben und großzügigen Zuwendungen ist es zu danken, daß im gleichen Jahr der Tempel erbaut wurde —, hat frühzeitig für jüdische Angelegenheiten lebhaftes Interesse bekundet. Im Jahre 1919 war er Mitbegründer des Volksverbandes der Juden für die Slowakei, dessen langjähriger Vizepräses er auch war. Seine vollkommene Vertrautheit mit den Strömungen der jüdischen Gemeinschaft der Slowakei, seine Fähigkeit, Möglichkeiten und Tatsachen richtig einzuschätzen und Fragen schwieriger Situationen geschickt zu lösen, befähigen ihn zu einer der führenden Persönlichkeiten der slowakischen Judenschaft. Im August 1920 vertrat er die Slowakei und Karpathenrußland am jüdischen Welthilfskongreß in Karlsbad, wo er das Referat über die Wirtschaftslage der Juden in der Slowakei und ein Referat über die soziale Lage der Juden in Rusinsko hielt. Er war auch Landespräses der Jüdischen Partei, Vorsitzender der „Haschomer-Kadima" Landesorganisationen. Präses des Schülstühls der jüdischen Kultusgemeinde und vertrat Jahre hindurch die Interessen der jüdischen Bevölkerung im Hlohovecer Stadtrat. Schließlich war er Mitglied der „Delegation des Juives" in Genf und Präsidialmitglied der letzten zionistischen Tagung der Slowakei. Daneben entfaltet Dr. Eisler eine sehr rege publizistische und jüdisch-kulturelle Tätigkeit, hielt in vielen Ortschaften der Slowakei jüdisch-ethische, literarische und politische Vorträge. Besondere Aufmerksamkeit verdienen auch seine volkswirtschaftlichen Aufsätze, in denen er sachlich und mit tiefem Verständnis die jüdischen Probleme auf volkswirtschaftlichem Gebiete beleuchtet. & 186

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