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Židovská ročenka pre Slovensko · 1940-01-01 · 5700 (1940) · p. Seite 165

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Židovská ročenka pre Slovensko
Volume
5700 (1940)
Date
1940-01-01
Page
Seite 165 (sequence 199)
Language
German
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aufbrachten, die auch Landesmeistertitel erwarb. Die Brüder Unreich, Adler, Imi Lichtenfeld, Rosenberg, Löwinger, Frommer, Reichenberg u. a. waren es, die in diesem Sportzweige für den Ruhm der blauweißen Farben kämpften. Die Ringer unternahmen auch eine Tournee durch Schweden, Norwegen und Dänemark. In der Leichtathletik war es Dr. Wilhelm Görög, der große Erfolge erzielte. Er galt in den Zwanzigerjahren als der beste Diskuswerfer des Landes und holte sich auch bedeutende internationale Erfolge. Ein großes Ereignis für den Bratislavaer jüdischen Sport bildete die Schaffung einer eigenen modernen Sportanlage. Diese wurde 1925 im Rahmen eines großen Jugend-Sporttages der Benützung übergeben. Hier wurde eine Menge verschiedenster Sportveranstaltungen durchgeführt. Die angesehensten mitteleuropäischen Fußballklubs waren hier zu Gaste. GRÜNDUNG DER BAR KOCHBA Das Jahr 1929 hatte als eines der wichtigsten Ereignisse die Gründung des Schwimmklubs Bar Kochba in Bratislava zu verzeichnen. Es war ein äußerst schweres Beginnen. Zunächst wurden die bereits arrivierten Schwimmer, wie Paul Steiner, Schmelz, Reiner, Frau Kaufmann-Doppler usw. für den neuen Verein gewonnen. Dieser nahm dann mit Obmann Dr. Wilhelm Lenart an der Spitze, einen solch ungeahnten Aufstieg, wie er in der jüdischen Sportgeschichte überhaupt nicht viel weitere Beispiele findet. Ein Mann war es aber, der an diesem Wunderwerk den Löwenanteil trug: Dr. PAUL STEINER. Wir gehen nicht fehl und übertreiben nicht, wenn wir sagen, daß Paul Steiner die populärste und markanteste Figur war, die der jüdische Sport in Bratislava und in der Slowakei je hervorgebracht hat. Seine Fähigkeiten als Könner und Erzieher sprechen einfach Bände. Paul Steiner begann sich verhältnismäßig spät für den Schwimmsport zu interessieren. Erst im Alter von 14 Jahren trat er dem Bratislavaer PTE bei. Im Alter von 19 Jahren gelang es ihm seinen ersten Rekord aufzustellen. Es war über 50 Meter Kraul in der Zeit von 27.4 Sekunden, welche Leistung er dann bis auf 27 Sekunden verbesserte. Seine schönsten Erfolge erzielte er über die klassische 100-Meter-Kraulstrecke, über welche er im Jahre 1928 mit der Zeit von 1:04.2 Minuten erstmalig Rekord schwamm. Bis zum Jahre 1937, bis zu welcher Zeit er die Bestleistung sukzessive auf 1:01.4 heruntergedrückt hatte, war Paul Steiner auf dieser Strecke von einem inländischen Gegner nicht zu schlagen. Erst nach neun Jahren wurde der Zögling Steiners, Martin Frucht, Rekord- 165

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