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Židovská ročenka pre Slovensko · 1940-01-01 · 5700 (1940) · p. Seite 164

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Židovská ročenka pre Slovensko
Volume
5700 (1940)
Date
1940-01-01
Page
Seite 164 (sequence 198)
Language
German
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werden konnte. In den letzten Kriegsjahren hatte allerdings die Makkabea einen starken Zuzug auswärtiger Spieler zu verzeichnen. Damals gelang es den Györi ETO, eine der besten Mannschaften Westungarns, zu schlagen. DIE ENTWICKLUNGSPERIODE Nach dem Weltkrieg begann für den jüdischen Sport in der Slowakei eine neue Ära. Wieder war es Bratislava, das der Mittelpunkt der jüdischen Sportjugend wurde. Der SK Makkabea nahm die Tätigkeit nunmehr als' selbständiger Klub auf. Neben der Fußballsektion wurde 1920 eine Schwimmabteilung — die Vorgängerin der im Jahre 1929 begründeten und später so berühmt gewordenen Bar Kochba — ins Leben gerufen. 1921 wurde eine Turnabteilung gebildet, aus welcher dann der jüdische Turnverein Makkabi hervorging. Während nun der SK Makkabea der Reihe nach weitere Sektionen, die Tennis, Schwer- und Leichtathletik, Fechten, Wintersport, Touristik usw. betrieben, gründete, leistete der Turnverein Makkabi, nachdem er in der Hauptstadt begründet worden war, insbesondere in der Provinz Pionierarbeit für den jüdischen Sport. Das Hauptaugenmerk würde natürlich auf das Turnen gerichtet, und daß dies von Erfolg gekrönt war, bewiesen die zahlreichen Turnakademien des Makkabi in allen Städten der Slowakei. In der Provinz konnten jüdische Sportler andere Sportzweige — mit ganz wenigen Ausnahmen (Zilina, Presov, Banskä Bystrica usw. hauptsächlich im Tischtennis und Schwimmen) — nur in andersnationalen Vereinen ausüben. AUFSCHWUNG IN BRATISLAVA In Bratislava gab es indessen einen prächtigen Aufschwung des SK Makkabea und des Turnvereins Makkabi. Hier sei bemerkt, daß eine kurze Zeit hindurch in Bratislava auch ein Fußballklub Hakoah existierte, der aber alsbald mit dem SK Makkabea fusionierte. Dem SK Makkabea stand nunmehr mit Präses Siegm. Szamek an der Spitze eine bewährte und erfahrene Vereinsleitung zur Verfügung. Der Klub hatte vor allem eine recht spielstarke, erfolgreich kämpfende Fußballelf zur Stelle. Tormann Joska Weiß, die Brüder Löwinger, Armin Weiß, der übrigens1 auch die Amerika-Reise der Wiener Hakoah mitmjachte, der gefürchtete Torschütze Arnold Mayer, Josef Leuchter, der später einer der beliebtesten Schiedsrichter wurde, Tormann Ernö Gellei, u. v. a. zählten zu den populärsten Gestalten des hiesigen jüdischen Sports. Nicht minderer Beliebtheit erfreuten sich die Makkabea-Ringer, die unter Leitung von Samuel Lichtenfeld, sowie später unter Jakob Kollmann und Apotheker Pal, eine äußerst starke Mannschaft 164

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