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Židovská ročenka pre Slovensko · 1940-01-01 · 5700 (1940) · p. Seite 163

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Židovská ročenka pre Slovensko
Volume
5700 (1940)
Date
1940-01-01
Page
Seite 163 (sequence 197)
Language
German
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MARK GRÜNSFELD, BRATISLAVA: GESCHICHTE DES JÜDISCHEN SPORTES IN DER SLOWAKEI Eine Reportage In einem Momente, in welchem das jüdische Sportwesen in der Slowakei gewissermaßen in eine Abschlußperiode gelangt ist, wird in vorliegendem Jahrbuch zu einer Schilderung der hierländisehen jüdischen Sportgeschichte geschritten. Die Raumenge gestattet es wohl nicht all die Ereignisse, die einst eine unübersehbare Schar sportliebender Jugend begeisterten, in ihrer ganzen Fülle aufzuzählen. Wir beschränken uns daher bloß auf die Anführung jener Ereignisse und Leistungen, die über die Lokalbedeutung hinausgingen. Die Domäne des jüdischen Sportes in der Slowakei war in erster Reihe in Bratislava zu finden. Aber auch hier mußte die Entwicklung in ihren kleinsten Anfängen begonnen werden. Bis zum Jahre 1912 konnte in Bratislava von einem jüdischen Sporte nicht gesprochen werden. Es gab wohl unter den Juden Sportbegeisterte, so u. a. der später so populär gewordene Schwerathlet Samuel Lichtenfeld, der im Jahre 1937 sein 50jähriges Sportjubiläum feierte, aber außer rein individueller Betätigung hatten sie nicht die Möglichkeiten in jüdischen Sportvereinen zu wirken, da es solche eben nicht gab. DER ERSTE JÜDISCHE SPORTVEREIN Die Gastspiele der Wiener Hakoah gaben im Jahre 1912 die Initiative zur Gründung eines jüdischen Sportklubs in Bratislava. In diesem Jahre gründete eine Anzahl Sportbegeisterter zunächst eine Sportsektion des Ahavath Zion-Vereines unter Führung von Samuel Bettelheim. Der ersten Generalversammlung wohnten 80 Jugendliche bei. Präses wurde Siegm. Szamek, der übrigens diesen Posten auch heute noch beim SK Makkabea (die Sektion nahm später diesen Klubnamen an) inne hat. Sekretär wurde Robert Neumann, Kassier Alb. Wimmer, Kontrollore Josef Pollak und J. Seidler, Zeugwart Ludwig Beck. Allmählich fand sich eine Fußballmannschaft zusammen, die recht gute Ergebnisse erzielte. Bei Kriegsausbruch zerstreute sich fast das ganze Team, so daß der Spielbetrieb durch Eduard Kalmar nur mit größter Mühe aufrechterhalten n* 163

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