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Židovská ročenka pre Slovensko · 1940-01-01 · 5700 (1940) · p. Seite 135

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Židovská ročenka pre Slovensko
Volume
5700 (1940)
Date
1940-01-01
Page
Seite 135 (sequence 165)
Language
German
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IRI
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Polen, Grajewski und Abrahamsohn in Huszt kamen mit ihren Reiseprospekten heraus. Es waren gewiß gute Gesinnungsgenossen, aber schlechte Fachleute und die Reisen endeten mit Fiasko. # Solange die Einreisebewilligungen nach Erez nicht so beschränkt, so lange — so oder so —: Touristenvisa erreichbar waren, brachten in der Nachkriegszeit der polnische Dampfer „Polonia" aus Constanza und die „Tel Aviv" aus Triest wiederholt geschlossene jüdische Reisegruppen, zumeist Olim, nach Erez. Das hörte, leider, unter dem eisernen Druck der härtesten Verhältnisse auf. Und mit Wehmut erinnern wir uns an die vor 35 Jahren veranstaltete erste jüdische Gesellschaftsreise nach Palästina und mit Wehmut und Verbitterung denken wir an die keimenden Möglichkeiten, welche in solchen jüdischen Massenreisen nach Erez schlummerten, an die Intensivierung des jüdischen Interesses für den wirtschaftlichen Aufbau des National-Heimes, an das Wachhalten des aktiven Palästina- Gedankens, an alle Möglichkeiten, die das jüdische Volk, traumverloren und indifferent, unausgenützt gelassen hat. Diese tiefste Erkenntnis habe ich in meinen wiederholten längeren Aufenthalten in Erez vor und nach dem Kriege erlebt, erlebte das kraftvolle, impulsive Aufblühen von Städten, Siedlungen, Gebieten in Erez erlebte die erstarkende Liebe für Erez, die zunehmende Kraft der Aufbauer in allen jüdischen Kreisen, die guten Willens sind, und heute ist in allen Klarsehenden erfahrenen Köpfen die unerschütterliche Überzeugung gereift, daß nach diesem Kriege wieder jüdische „Gesellschaftsreisen" einsetzen werden, die anders sein werden, als alle bisherigen, weil auch Erez ein ganz anderes, ein besseres Heim wird, weil Zion die Tore öffnen wird allen, die zur Heimkehr an die Tore pochen. Bald, in unseren Tagen... $ HERZL-WORTE Wenn ein Stück Orientfrage mit der Judenfrage zugleich gelöst wird, so ist dies gewi& im Interesse der Kulturvölker. # ,Jch halte die Judenfrage weder für eine soziale, noch eine religiöse, wenn sie sich auch noch so und anders färbt. Sie ist eine nationale Frage, und um sie zu lösen, müssen wir sie vor allem zu einer politischen Weltfrage machen, die im Rat der Kulturvölker zu lösen sein wird. # 135

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