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Židovská ročenka pre Slovensko · 1940-01-01 · 5700 (1940) · p. Seite 115

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Židovská ročenka pre Slovensko
Volume
5700 (1940)
Date
1940-01-01
Page
Seite 115 (sequence 131)
Language
German
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IRI
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Am Plafond befinden sich Quadratbilder, in zwei davon finden wir in aramäischer und griechischer Inschrift, Daten über die Entstehung der Synagoge. „Samuel, Sohn Eideos, der Alte der Juden, errichtete die Synagoge im Jahre 245 n." Diese sind die ersten jüdischen Wandmalereien im Stil, den wir später auch in der frühchristlichen Kunst (Katakomben) finden. Bei Tiberias, in Silo, in Naaran bei Jericho, hauptsächlich aber in Bet-Alpha fand man herrliche, sehr gut erhaltene Mosaik- Fussböden, die in der Zeichnung etwas primitiv, doch wegen Ihrer Phantasie und dekorativer Vielfältigkeit interessant sind. In der Mitte begegnen wir hier einer Allegorie der Sonne, Mond und Sterne, ringsum der Tierkreis, oben der Aron Hakodesch mit dem siebenarmigen Leuchter, Lulav, Etrog, Schofar. Unten das Bild der Opferung Isaks mit den hebräischen Inschrifen „Abraham", „Izchak". Die Seiten sind teppichartig ausgebildet. Die griechische Inschrift lautet „Marianos der Künstler und sein Sohn Aninas (Chanina)". Die aramäische lautet: „Dieses Mosaik ist im Jahre (520 n.) des Kaisers Justinius hergestellt worden, und dass sie ihren Lohn für die Arbeit in Korn ausbezahlt bekamen." (Abb. 2.> Das Mosaik aus der Synagoge von Gerasa, (Transjordanien), stellt den Auszug aus Ägypten dar; die hier abgebildeten Tiergestalten (Hirsche, Tiger, Pferde, Zebras; Antilopen; Pfaue) sind sehr lebensgetreu, ausserdem die Menora, iKultgeräte und enthält eine griechische Inschrift. In Aegina (Griechenland) wurde ein herrlicher teppichartiger Mosaikfussboden vorgefunden. Unweit von Karthago in Hamman El Lif. (Naro) fand man Fundamente einer Synagoge mit herrlichem Mosaikfussboden. Im Talmud heisst es: „In den Tagen R. Abuns (er lebte im 4. Jht. n.) begannen sie Malereien auf Mosaiken darzustellen und er hinderte sie nicht daran." (Reifenberg.) # Von den grossen Synagogen in Alexandria ist nichts übriggeblieben. Die Juden sind da von den Römern sehr oft verfolgt worden und so wurden auch die Synagogen zerstört. Dasselbe geschah im Mittelalter in Deutschland, in Frankreich, in Spanien, wo die Synagogen meisst niedergebrannt, viele zu Kirchen umgewandelt worden sind. # ROMANISCHE BAUART Die ursprünglich 1034 erbaute Synagoge in Worms , die älteste Synagoge Deutschlands, zeigt die hohe Romanik Die zweischiffige Synagoge hat rippenloses Kreuzgewölbe mit den typischen, in der Hildesheimer und Wormser Kirche sich befindlichen ähnlichen Rundsäulen, mit schön verzierten Kämpferkapitelln atischer Base und Eckblättern. (Abb. 3) 8* 115

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