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Židovská ročenka pre Slovensko · 1940-01-01 · 5700 (1940) · p. Seite 114

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Židovská ročenka pre Slovensko
Volume
5700 (1940)
Date
1940-01-01
Page
Seite 114 (sequence 130)
Language
German
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IRI
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Eine der interessantesten und bedeutendsten Ausgrabungen vor einigen Jahren, waren wohl die östlich von Haifa, im Emek Jesreel, wo man in der Stadt Bet-Searim, Synagoge und Katakomben der Mischna-Zeit und die Residenz des Sanhedrin und Rabbi Juda Hanasi entdeckt hat. Die Synagogen-Reste zeigen einen Basilika-Bau von 35 m. Länge und 15 m Breite. Der Fussboden ist mit italienischem Marmor ausgelegt. Die reichornamierten Säulen und die etwa 150 aus Stein gehauenen Öllampen zeigen, welch grosse Synagoge da gestanden haben mochte. An der Ostwand, gegenüber der Südseite, wo der Aron zwischen den zwei Eingängen stand, fand man eine grosse Birnau Es wird angenommen, dass die Synagoge auch der Sitz des Sanhedrin war, und dass die Ältesten und Vorsitzenden auf dieser Bima sassen. Im IV. Jahrhundert wurde diese Stadt und Synagoge zerstört, An den Stiegen zur Synagogen-Ruine fand man zwei Skelette mit eingebrochenen Rippen. Der Ring, den man am Finget des einen fand, bestätigt auch vollkommen die Zeit der Synagoge und der Zerstörung. (Duschinsky) Am Nordufer des Tiberiassees, an einer landschaftlich schön gelegenen Stelle, war das alte Kapernaum, Kefar Nachum, wo man eine Synagoge aus dem 2.—3. Jht. fand. Die Ruinen bestehen aus vielen Säulen mit korinthischen Kapitalen, auf der einen ist der siebenarmige Leuchter, auf einer anderen eine aramäisch-griechische Inschrift angebracht. Die grossartigen Friesen haben schön gehauene Ornamente, Girlanden, Kränze, Tiere, Pflanzen, einen Palmenbaum, auf einem anderen Fries befindet sich das Relief eines Prunkwagens, vielleicht der heiligen Lade. Solche Ruinen fand man noch in Kefir Birim, Meron, bei Tiberias die sogenannte Synagoge Chamath, in Silo, in Beth Alfa, Ain Duck u. s. w. # WANDMALEREIEN UND MOSAIKFUSSBÖDEN Sehr interessante Funde machte man im Jahre 1932 in Dura-Europos (Mesopotamien) in einer Ruinenstadt am Eufrath. Eine 13/8 m Ziegelgebaute Synagoge aus dem Jahre 245 n. wurde hier ausgegraben. Die Synagoge hat einen Apsis an der Westseite (Richtung nach Jerusalem) für die Toralade, darüber war das Motiv Isaks Opferung künstlerisch abgebildet. Ausserdem war ein sehr gut erhaltener Freskenzyklus an den Wänden zu sehen, alles in alexandrinisch-egyptischem Stil gemalt: „Moses liest die Tora vor", „Moses schlägt Wasser aus dem Felsen",;,die Philister tragen die Bundleslade den Juden zurück", „Moses Auszug aus Egypten" mit dem Namen Moses in aramäischer Schrift, „Aron" mit dem Namen in griechischer Sprache, „Salomos Urteil", „David mit Harfe", „Elias Opferdarbringung am Karmel", „die Vision Ezechiels". Diese Fresken wurden nach Damaskus gebracht. 114

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