Židovská ročenka pre Slovensko
- Journal
- Židovská ročenka pre Slovensko
- Volume
- 5700 (1940)
- Date
- 1940-01-01
- Page
- Seite 89 (sequence 105)
- Language
- German
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Hier fand sie die Axt, an dem Ort, wo zum letzten Male Nutzlosen Todes Qual mit dem Fluch ihres Lebens sie bargen Zuckend blicken sie, stummen Auges, aus ihren Verstecken Lange zu die sie erheben stumme, fragende, furchtbare Klage." Und fügt wieder anklangend hiezu: „Wer nur, als ein Gott, mag solches Schweigen ertragen?" Und wie in seinen Liedern des Zornes, findet er auch hier Anlaß sein Volk zu geissein, indem er ausruft: „Jetzt aber gehe hinweg, ich zeige dir alle die Stätten, Daß du mit Augen siehst, wo deine Brüder sich bargen, Sie, Makkabi's Sprossen, die Enkel der Martyrerlöwen Staken zu zwanzig oft in ekligen Mäuserverst ecken, Wo vor Schmutz dann der Sohn kaum erkannte die Leiche des Vaters" Und resigniert konstatiert er noch: „Du aber klag nicht um sie und rühr' nicht umsonst an die Wunden, Wund ist, was du berührst. Häuf nicht noch endlos den Jammer. Schmerzt sie aW ihr Fleisch — sie sind mit dem Schmerz schon gealtert, Mit dem Leben der Schmach versöhnt — was nützt sie dein Trösten. Die zu elend dem Zorn, zu verloren selbst dem Erbarmen." Mit noch gewaltigerer, eherner Wucht wirkt sein großes, volkstümliches Gedicht ,^Die Toten der Wüste". Aber — wie schon erwähnt — haderte er auch mit Gott um seines Volkes willen und darin ist er auch urjüdisch. Denn schon der Stammvater Jakob erhielt den ehrenden Beinamen „Israel", dafür, daß er mit dem Engel Gottes, mit Gott selbst kämpfte. „Ki surisu im Hoelohim." Moses selbst 89