Židovská ročenka pre Slovensko
- Journal
- Židovská ročenka pre Slovensko
- Volume
- 5700 (1940)
- Date
- 1940-01-01
- Page
- Seite 85 (sequence 101)
- Language
- German
- Belongs to
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- IRI
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Ach, wissen sie meiner Feinde Zahl, Die gegen mich sich heben? . O singe mir von den Wundern dort, Wo ewige Lenze weben!" Unaussprechliche Sehnsucht, eine einzigartige Liebe zur Natur, Wehmut, nicht einem Naturberuf sein Leben, seine Arbeit und seine Liebe gewidmet zu haben, dröhnt es auf in seinem Gedichte „Im Felde": „Hinaus zum Acher! Im Korne die Gottesstimmen zu hören, Wenn Winde die stolzen Ähren küssen in Wisperchören" Und führt dann wehmütig aus: „Jetzt erst, wenn vor des Gefildes Pracht wie ein Bettler ich stehe, Weiß ich das ganze Maß meines Leids und schaue mein Wehe, Nicht meine schwieligen Hände, ihr Saaten, durften euch hegen, Nicht meinen Kräften dankt eure Ernte köstlichen Segen. Nicht mein Schweiß durchnetzte die Furchen, die schwarzen Schollen, Nicht mein Gebet erfleht' auf die Roden den Regen, den vollen, Nicht meine Augen, mein Herz erquickt euer Häupter Fülle, Nicht mein Hedad, mein Erntegesang durchbricht eure Stille. Dennoch lieb' ich euch, Felder, mit immer erneutem Hange, Macht ihr mich doch nach den Brüdern, den Dienern der Heimat bange, Welche zu dieser Stunde vielleicht auf den Bergen sich regen, — Mir in die Ferne zu rufen, erwidernd, den brünsfgen Segen. Im „Hamathmid" (Der „Beharrliche") beschrieb er in unübertrefflicher Weise den beharrlichen Talmudjünger, der seine Jugend, trotz Schönheit und Lockungen der Natur, dem Lernen opfert. Er führt uns zu diesem Mathmid: 85