Židovská ročenka pre Slovensko
- Journal
- Židovská ročenka pre Slovensko
- Volume
- 5700 (1940)
- Date
- 1940-01-01
- Page
- Seite 82 (sequence 98)
- Language
- German
- Belongs to
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- IRI
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Die jüdische Kultusgemeinde Je§urun Pie§€any entstand im Jahre 1926, nachdem vorher ein schwerer Kampf im Gemeindeleben ausgefochten wurde. Fast die Hälfte der orth. Gemjeinde-Mitglieder schied aus und gründeten die neue Gemeinde auf streng religiöser Basis, wobei dem Zionismus freie Entfaltungsmöglichkeit gewährleistet wurde. Nach einer kurzen Übergangsperiode übernahm weil. Eugen Feldmar die Leitung der Gemeinde, die er 8 Jahre hindurch innehatte. Seit 1937 steht Ferdinand Komlos an der Spitze der Gemeinde. An der Entwicklung der Gemeinde haben sich noch Verdienste erworben: weil. Ph. Weinberger, weil. S. B. Rosner, D. Löwy, H. Stern, Leopold Glück, M. Sonnenschein, S. Leitner, E. Nagel, Dr. Haas, D. Balkäny, Dr. Goldmann, Dr. Sajö, Julius Blum und viele andere. Im Jahre 1928 wurde mit einem Kostenaufwande von Ks 300.000 ein Tempel erbaut, im Jahre 1930 eine eigene Chewra-Kadischa gegründet und ein Friedhof um ca. 100.000 Ks errichtet. Ferner wurde ein Bikur-Cholim- Heim für Mittellose Kurgäste errichtet, das 30.000 Ks kostete. 1933 wurde eine eigene hebräische Schule: „Talmud-Tora Ubet-Sefer Iwrit" eröffnet. Es wird übrigens sowohl auf charitativem, religiösem, wie auf dem Gebiete der nationalen Renaissance viel Ersprießliches geleistet. Alle Bewegungen, die mit der Umschichtung, Jugendbildung, Emigration, Hebräisierung, soziale Hilfe zusammenhängen, konzentrieren sich heute bei der Jesurun-Gemeinde. $ Wenn du dem Hungrigen Brot brichst und umherirrende Arme in das Haus bringst; wenn du einen Nackten siehst, daß du ihn bekleidest, und deinem Mitmenschen dich nicht entziehst, dann wird anbrechen gleich dem Morgenrot dein Licht und deine Heilung schnell gedeihen; es zieht dir voran deine Mildtat, die Herrlichkeit des Ewigen schließt deinen Zug. (Jesaja 57,7—8.) * Es gibt keine herrlichere Freude, als das Herz der Armen, Witwen, Waisen und Fremden zu erfreuen; denn wer das Herz der Armen erfreut, gleicht Gott, von dem es heißt: aufleben zu lassen den Geist der Niedrigen. (Maimonides: Mischne thora hilchot megilla II. 17.) 82