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Židovská ročenka pre Slovensko · 1940-01-01 · 5700 (1940) · p. Seite 80

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Židovská ročenka pre Slovensko
Volume
5700 (1940)
Date
1940-01-01
Page
Seite 80 (sequence 96)
Language
German
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Die jüdische Gemeinde in Cadca Die knapp an der polnischen Grenze liegende jüdische Gemeinde in Cadca kann bereits auf eine fast zwei Jahrhundert alte ruhmreiche Vergangenheit zurückblicken. Schon anfangs des achtzehnten Jahrhunderts müssen hier jüdische Familien gewohnt haben. Auf dem älteren, heute fast verfallenen Teil des jüdischen Friedhofes sind noch Grabsteine vorhanden, die aus der ersten Hälfte des achtzehnten Jahrhunderts stammen, so z. B. aus dem Jahre 1746. Die Gemeinde als solche dürfte sich wohl etwas später, um das Ende dieses Jahrhunderts konstituiert haben, in welcher Zeit hier bereits ein berühmter Rabbiner, Josef Hecht, der 1821 verstarb, segensreich wirkte. Von den weiteren Rabbinern sind zu erwähnen Rabbi Josef Fischer, gestorben 1846 und Rabbi Michael Blitz, der 42 Jahre lang als geistiges Oberhaupt dieser Gemeinde jüdische Lehre und jüdische Kultur pflegte und förderte. Er war im weiten Umkreise, auch bei der nichtjüdischen Bevölkerung hoch geachtet und beliebt und starb im Jahre 1895. Die Ahnen der heute noch mit voller Hingabe den Idealen des Judentums dienenden bekannten Familien Politzer, Langfelder, Schultz, Hochfelder, Braun, Brauner, Cziffer, Altmann, Weichherz, Klappholz, Haasz, Feuermann, Adler, Frankl, Schlesinger, Ehrenwald, Weinmann — aus der u. a. der heute in Bratislava bekannte Mäcen Hermann Wintermann stammt —, haben hier den ersten Grundstein zum Ausbau dieses auf charitativem Gebiete hoch entwickelten Gemeinwesens gelegt. Die Synagoge, die in den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts erbaut und 1937 unter der Wirkungszeit des Präses Dr. Arthur Pollitzer mit großem Kostenaufwand renoviert wurde, gehört zu den dekorativ schönsten Synagogen der nördlichen Slowakei. Der Friedhof, der im Jahre 1930 erweitert wurde, wurde im Jahre 1933 mit einer Mauer eingefriedet, was ca. 80.000 Kronen kostete. In der Gemeinde selbst wird heute ein reiches jüdisches Kulturleben gepflegt, um das sich besonders der frühere Gemeindepräses Dr. Arthur Pollitzer große Verdienste erworben hat, während auf charitativem Gebiete die energische Leitung des gegenwärtigen Präses Arn. Hochf elder sich sehr wohltuend auswirkt. Daneben wirkt auch die Chewra-Kadischa unter der aufopfernden Leitung des Präses Marek Slamovic sehr segensreich. Im Zusammenklang dieser humanitären und kulturellen Tätigkeit geht die Gemeinde hoffnungsfroh einem weiteren Aufstieg entgegen. : * |} ]% $ . 80

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