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Židovská ročenka pre Slovensko · 1940-01-01 · 5700 (1940) · p. Seite 57

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Židovská ročenka pre Slovensko
Volume
5700 (1940)
Date
1940-01-01
Page
Seite 57 (sequence 71)
Language
German
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IRI
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Später bauten sie den ersten Tempel, ein Holzbau, der bei der grossen Feuerbrunst samt den Schriften und Protokollen vernichtet wurde. Im Jahre 1790 wurde die Synagoge neu gebaut, im Jahre 1873 erweitert und hat in dieser Form bis zum Bau der neuen Synagoge im Jahre 1913 ihrem frommen Zwecke gedient. Im Leben der Gemeinde haben Moses Kacser, Juda Schlesinger und Hermann Salvender, deren Nachkommen ein Jahrhundert hindurch eine führende Rolle in der Gemeinde inne hatten, die ersten Stellen bekleidet. Großes Gewicht legten die Trencmer Juden auf die Erziehung ihrer Kinder. In der Konskriptionsliste von 1736 finden wir den Namen dreier Lehrer: Lazar Mandels Sohn, Jakobus Resnik und Jacobus Lenkö. Im Jahre 1848 gab es mehrere Privatschulen. Die beste war die Schule des Adolf Löwy, wo auch ausser den hebräischen Lehrgegenständen, deutsche Sprache, Geschichte und Geographie wie Arithmetik gelernt wurde. Auf wiederholte Aufforderung seitens der Komitatsbehörde wurde am 1. November 1857 die öffentliche Schule errichtet, die 1860 in ein geräumiges Gebäude mit 6 Zimmern und einem großen Hofe zog. Im Jahre 1872 wurde die Schule mit einem Stockwerk erhöht. Die Rabbiner von Trencin. Bis 1760 war die Gemeinde von Ungarisch-Brod abhängig. Damals berief sie ihren eigenen Rabbiner aus Brandeis, Rabbi David Kohn, dem man den Namen Chassid beigelegt hat. Er starb am 11. Adar 1783. Sein Sohn Kalonymos Kohn war Rabbiner in Waag-Bistritz, ein Eidam des Rabbi Emerich Wolfs von Waag-Neustadtl. Aus dieser Ehe stammte David Kohn, Rabbiner von Milchdorf, Verfasser des „Beth David" (Waitzen, 1911). Der Nachfolger Rabbi David Chassids war Israel Chaim Leipnicker. Im Jahre 1791 approbiert er die Wiener Ausgabe des Talmuds. Er starb am 11. Ijar 1795. Rabbi Aron Spitz, der aus Proßnitz kam, blieb nur von 1813—17, da er einer Berufung nach Holic Folge leistete, wo er 1817 am Hoschana-Rabba gestorben ist. Sein Schwiegersohn war der berühmte Kobelsdorfer Rabbi Abraham Zwebner. Seine Handschriften gelangten in den Besitz des Rabbi Blumgrund in Boleso. Rabbi Benjamin Wolf Lichtenstern war der vierte Rabbiner. Er ist in Triesch geboren und Verfasser des ,,Keduschat Israel". Er stand im gelehrten Briefwechsel mit seinem Schwager, dem Landesrabbiner von Mähren, Salamon Quetsch. Er starb am 10. Tebet 1828. Ihm folgte Ezechiel Löwy, der 1818 in Hunsdorf und 1827 in Trencin Rabbiner wurde. Die letzte Zeit seines Lebens von Krankheiten geplagt, erlöste ihn am 1. Ijar 1839 der Tod. Sein Enkel, Rabbi Abraham Singer, Varpalota, veröffentlichte nach seinem Tode sein talmudisches Werk „Torat 57

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