Židovská ročenka pre Slovensko
- Journal
- Židovská ročenka pre Slovensko
- Volume
- 5700 (1940)
- Date
- 1940-01-01
- Page
- Seite 56 (sequence 70)
- Language
- German
- Belongs to
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- IRI
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überreichten die Gemeinden Nove Mesto, Nitra, Vrbove und Hlohovec eine gemeinsame Eingabe an die Komitatsbehörde, um Erleichterung. Im Jahre 1794 schuldete die Gemeinde 7802 fl. an Toleranzsteuern. Einer im Jahre 1795 ausgefertigten Konskriptionsliste nach haben viele vermögende Juden der Gemeinde, deren Nachkommen noch jetzt in Nove Mesto leben, ihr Einkommen angegeben. Diese Liste enthält sehr interessante Daten. Trotz der Schwere der Zeiten bekundete die Neustadtler Gemeinde reges kulturelles Interesse. Sie war eine der ersten Gemeinden, die dem so wohlwollenden Gesetze Kaiser Josefs Folge leisteten und schon im Jahre 1783 eine zweiklassige Volksschule errichtete. Hirsch Samuel Türk, ein tüchtiger Pädagoge, leitete diese, wurde aber kurz darauf von der Regierung als Musterlehrer nach Sanok versetzt. Die Gemeinde Nove Mesto hat das Wort der Zeit rechtzeitig verstanden. Dieser Tradition ist sie auch später treu geblieben. Aus dieser Schule entwickelte sich dann später die jüdische Realschule, die erste jüdische Mittelschule im alten Ungarn. Dem Umstände verdankt sie ihren Aufschwung und daß sie viele große Männer dem Judentume schenkte.* * Ein Bericht des geistlichen Schulvisitators des Graner Erzkapitels berichtet aus dem Jahre 1806, daß die jüdische Schule in Neustadtl unter Aufsicht des Ortsgeistlichen steht. # Aus der Vergangenheit der Trencmer Judengemeinde Von weil. Oberrabbiner Mayer Stein, Trnava In der Burg des Mate Csäk haben bereits vor 1300 Juden gewohnt. Der erste Kreuzzug artete in Böhmen in Judenverfolgungen aus. Die Flüchtlinge ließen sich an der ungarischen Grenze nieder. Ein Jude, Daniel kauft um 1300 in Trencin von der Stadt bestätigt, Grund und Garten von zwei Bürgern. Doch lässt sich nicht nachweisen, daß die Juden da eine Gemeinde gebildet hätten. Erst durch die Verwüstung der Gemeinde Ungarisch-Brod durch die Tököly'schen Schaaren im Jahre 1663, vergrössert sich die Niederlassung von Juden in Trencm und anderen Gemeinden an der ungarischen Grenze, aber noch im Jahre 1736 zahlen sie ihre Steuer nach Ungarisch-Brod. In diesem Jahre gründen die Trencmer Juden die Chewra Kadischa. 56