Židovská ročenka pre Slovensko
- Journal
- Židovská ročenka pre Slovensko
- Volume
- 5700 (1940)
- Date
- 1940-01-01
- Page
- Seite 54 (sequence 68)
- Language
- German
- Belongs to
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- IRI
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- Holíč 1× ep/1047619
- Miskolc 1× ep/1002415
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In einer Zählungsliste wird zum ersten Male Moses Isaak als „Rabbinus Vägujhelyiensis" genannt. Auch findet sich dieser Namen unter einem am 6. Feber geschlossenen Vertrages der Schachticer Gemeinde neben der Unterschrift des Ung. Broder Rabbiners Levko. Derselbe in Hamburg geboren, wurde wahrscheinlich dann von der Broder Gemeinde an ihre Tochtergemeinde als Rabbinerstellvertreter angestellt. Im Jahre 1766 verließ er seine Stelle, weil er nach Boskovitz berufen wurde. Er war ein Schüler des Rabbi Jonatan Eibenschütz als er noch in Prag amtierte und auch ein eifriger Anhänger desselben als er später so angefeindet wurde. Auf vielen Gutachten und Aprobationen finden wir seinen Namen. Ein Beweis, daß derselbe sehr angesehen war. Einer seiner Nachkommen ist der berühmte Arzt und Politiker Adolf Fischhof, der in den Freiheitskämpfen des vorigen Jahrhunderts eine große Rolle spielte. Auch die in Nove Mesto wohnhafte Familie Fischhof, die bei der dortigen Chewra Kadischa Dienste leistete, sind Nachkommen desselben. Sein Nachfolger war R. Jakob Mayer (Neufeld), Im Jahre 1781 aprobierte er das homiletische Werk „Binas Jisasschar" des Senicaer Rabbiners Jisasschar Dov Hamburger. Seine Nachkommen sind die Familien Perls und Einhorn, der auch der berühmte Nationalökonom Eduard Horn angehörte. Damit wir gleich der Reihe nach die in Nove Mesto wirkenden Rabbiner nennen, sei hier der einer vornehmen deutschen Familie entstammende Benjamin Wolf Emmerich erwähnt, der am 23. Juni 1793 verschied. Sein Sohn Netanel war Rabbiner in Ilava, sein Schwiegersohn, Kaiman Kohn, war Rabbiner in Povaiskä Bystrica, dessen Sohn David, Verfasser des Buches „Bes David", einer der scharfsinnigsten Talmudisten, war Rabbiner in Milchdorf. Im Jahre 1798 übernahm Josef Bresslau, auch Kuttenplan genannt, das Rabbinat. Derselbe hatte aber große Streitigkeiten, scheint, obwohl sehr gelehrt, ein unsteter Charakter gewesen zu sein, wirkte in Gaya, zweimal mit Unterbrechungen in Brod, dann in Holic, endlich in Stampfen. Er war der Verfasser des homiletischen Werkes „Bäte Nefesch". Ihm folgte Abraham Rosselberg als Rabbiner, der aber ebenfalls in Unfrieden mit seiner Gemeinde lebte. Von der Komitatsbehörde wurde der Preßburger Oberrabbiner Meschulem Tusminitz ausgesandt den Streit zu schlichten. Es wurde ihm eine Frist von 3 Jahren gegeben, doch bald darauf wurde er zum Rabbiner nach Miskolc berufen. Nun wandte sich das Vertrauen der Gemeinde einem Manne zu, der die Gemeinde zur Blüte und zum Ruhme verhalf. Es war dies der weithin berühmte David Deutsch. Wir haben die Reihenfolge der Rabbiner nicht unterbrechen wollen, so kehren wir wieder zurück zu unserer Konskriptionsliste. Nach dieser wohnten die damaligen Juden zumeist in adeligen Höfen, ja einer, Mark Levko, sogar im Hause 54