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Židovská ročenka pre Slovensko · 1940-01-01 · 5700 (1940) · p. Seite 51

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Židovská ročenka pre Slovensko
Volume
5700 (1940)
Date
1940-01-01
Page
Seite 51 (sequence 65)
Language
German
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wakei bringe und letzten Endes waren sie die besten Steuer- .sanier. Diesem Umstände verdankt die Gemeinde Nove Mesto ihre Gründung und ihren Aufschwung. Die Grafenfamilie Pongracz, die Herrschaft in Becko, die auch die Majoratsherren des Städtchens waren, der gesunde Sinn, der diese Fanailie stets auszeichnete, sie wußte döii Wert der Juden zu schätzen und forderte die Niederlassung derselben auf ihren Besitztümern. Diesem Umstände ist es zu verdanken, daß das kleine Städtchen etwa 2—3 Jahrhunderte hindurch sich zu einem der bedeutendsten Handelszentren des Waagtales entwickelte. Wann sich Juden dort niederließen, ist bis jetzt noch nicht ermittelt worden. Die erste Erwähnung der Gemeinde findet sich in dem im Jahre 1657 von dem damaligen Altofner Rabbiner Efraim Kohn in Venedig gedruckten Werke „Sefer Schemoth Hagitin", Seite 114a. — Auch eine Konskriptionsliste in dem Nitraer Komitatsarchiv vom Jahre 1678 erwähnt: „Teloniator UjhelyienSis cum caeteris judaeis 3 fl.", d. h., daß der Nove Mestoer jüdische Mautner mit anderen Juden zahlen 3 f 1. Komitatssteuer. Nun kam ein sehr trauriges Ereignis, das der Gemeinde einen Aufschwung brachte. Im Monate Juli am 20. Tamus des Jahres 1683 überfiel der ungarische Magnat Graf Emmerich Thököly die Grenzstadt Ungarisch Brod in Mähren mit seinen Kuruzen. Dieser lutherische Magnat kämpfte gemeinsam mit Räkoczi aus religiösen Gründen gegen den Kaiser Leopold II. Am Morgen des 14. Juli bis Mittag wurden 368 Menschen erfoarmungslos niedergemetzelt, davon etwa 200 Juden. Die Häuser wurden überfallen, eine Flucht war unmöglich, weil die Tore der Stadt versperrt waren, unter der Leitung ihrer Hauptleute Racz, Petnehazi und Suhajda wurden 65 Judenhäuser ihrer Einwohner beraubt. Ein großer Teil wurde nach Becko in die Gefangenschaft geschleppt, für die man dann 850 Gulden Lösegeld bezahlen mußte. Der Grabstein des Rabbiner Nata Aschkenasi ist noch jetzt am Friedhofe zu Ung. Brod zu sehen. Er trägt drei kopfähnliche Pyramiden, weil ein roher Soldat, als der Rabbi in der Synagoge mit Tallis und Tefilin das Schemone Esre betete, seinen Kopf in drei Teile gespalten haben soll. Zum Andenken der „Broder Gezera" wird noch heute in Brod der 20. Tamus als Fasttag begangen, der Friedhof besucht, Selichoth gesagt und das Maskir für die Märtyrer gebetet. Die Überlebenden, zumeist verarmte Leute, ließen sich in den Grenzkomitaten des damaligen Ungarns, besonders in Nove Mesto und Umgebung, nieder. Auch in Nove Mesto wird die Haskara für die Broder Märtyrer an den hohen Feiertagen verrichtet. ,,Wie ein Baum am besten verpflanzt wird, wenn mit seinen Wurzeln auch von der Muttererde, in der er gestanden, ein Teil mitausgehoben wird, so nahmen die neuen 4* 51

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